Mosfet(te) Sache Vishay pusht mit Millionen die Halbleiterherstellung in Norddeutschland

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Der Halbleiterhersteller Vishay informiert, einen hohen 3-stelligen Millionenbetrag in seine Produktionsstätte in Itzehoe (Schleswig-Holstein) investieren zu wollen ...

Mit den sogenannten Power-Mosfets gelang dem US-Halbleiterhersteller Vishay ein guter Coup. In Itzehoe betreibt das Unternehmen auch eine Produktionsstätte, die nun mit staatlicher Förderung und eigenen Mitteln zu einer Quelle für diese Art von Chips werden soll ...(Bild:  Vishay)
Mit den sogenannten Power-Mosfets gelang dem US-Halbleiterhersteller Vishay ein guter Coup. In Itzehoe betreibt das Unternehmen auch eine Produktionsstätte, die nun mit staatlicher Förderung und eigenen Mitteln zu einer Quelle für diese Art von Chips werden soll ...
(Bild: Vishay)

Vishay will die Halbleiterfertigung bei seiner deutschen Tochter in Itzehoe ankurbeln. Wie hoch die dafür veranschlagte Viele-Millionen-Summe genau ist, konnte aber bisher nicht in Erfahrung gebracht werden. Nach Angaben des wirtschaftspolitischen Sprechers der CDU-Landtagsfraktion, Andreas Hein, geht es sogar um rund eine Milliarde Euro. Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) überreichte auch gleich einen Förderbescheid von rund 215 Millionen Euro, wie es weiter heißt. Der US-Herstellers wird also in einer weiteren Fabrik Halbleiterscheiben mit einem Durchmesser von 300 Millimetern herstellen. In Itzehoe sollen trotz einer zwangsläufig hoch automatisierten Produktion dennoch bis zu 250 neue Arbeitsplätze entstehen.

Auch Power-Mosfets kommen bald aus Itzehoe

Aus solchen Silizium-Halbleiterscheiben, auch bekannt als Wafer, werden Chips und Halbleiterbauteile gefertigt. Bisher fertigte Vishay in Itzehoe aber nur herkömmliche 200-Millimeter-Scheiben. Die nun in die Wege geleitete Produktion größerer Wafer habe aber den Vorteil, dass sich pro Siliziumscheibe mehr Chips respektive Bauteile herstellen lassen. Vishay will aus den 300-Millimeter-Scheiben demnach Leistungstransistoren – sogenannte Power-Mosfets, fertigen. Diese sind auf hohe elektrische Ströme und Spannungen ausgelegt. Die Produktion sei für die Automobilindustrie sowie für industrielle und kommerzielle Anwendungen vorgesehen – unter anderem für Hochleistungsrechner in Sachen künstliche Intelligenz, Telekommunikation und IT-Infrastruktur. Aber: Nur durch die staatliche Förderung ist es hier möglich, konkurrenzfähig zu arbeiten, kommentierte Markus Keil, Fertigungschef für die Waferherstellung bei Vishay.

Ohne staatliche Förderungen geht es nicht mehr

Für die Erweiterung der Produktionsstätte erhält Vishay, wie oben schon zu lesen war, rund 215 Millionen Euro Förderung vom Bund und vom Land. Die Europäische Kommission hat die Hilfe bereits genehmigt, wie im Juli bekanntgegeben wurde. Weiteres Geld fließt in Halbleiter-Projekte in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Bayern. Zur Übergabe des Förderbescheids sagte Madsen: „Das Land bekommt Hochtechnologie. Wir bekommen eine gewisse Souveränität und die Chance für Innovationen.“ Die Investition in Itzehoe führe nicht zuletzt zur Ansiedlung von Know-how und Fachkräften, was auch für benachbarte Unternehmen wichtig sei. Denn die Mikroelektronik gilt als bekanntlich Schlüsseltechnologie.

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