Dichtungspremiere Silikon-Innovation von Wacker unterstützt E-Mobilität

Quelle: Wacker 2 min Lesedauer

Auf der 30. Fakuma präsentiert der Chemiekonzern Wacker vom 12. bis 16. Oktober erstmals einen Öl ausschwitzenden Flüssigsilikonkautschuk mit kühlmittelbeständigen Eigenschaften ...

Die Fakuma nimmt Wacker zum Anlass, einen neuartigen Silikonkautschuk zu präsentieren, der die Elektromobilität unterstützen soll. Es handelt sich um Elastosil LR 3822 – prädestiniert für Steckerdichtungen im Antriebs- und Kühlsystem. Zu sehen in Halle A6.(Bild:  Wacker Chemie)
Die Fakuma nimmt Wacker zum Anlass, einen neuartigen Silikonkautschuk zu präsentieren, der die Elektromobilität unterstützen soll. Es handelt sich um Elastosil LR 3822 – prädestiniert für Steckerdichtungen im Antriebs- und Kühlsystem. Zu sehen in Halle A6.
(Bild: Wacker Chemie)

Der Flüssigsilikonkautschuk Elastosil LR 3822 von Wacker wurde speziell für Anwendungen im Bereich der Elektromobilität entwickelt – etwa für Steckerdichtungen und Dichtungselemente im Kühlkreislauf im Rahmen der Batterie. Formteile aus dem neuen Silikon besitzen einen niedrigen Druckverformungsrest und ein hohes Rückstellvermögen, heißt es. Dadurch lassen sich Dichtungselemente mit hoher Dichtungswirkung herstellen. Elastosil LR 3822 biete Verarbeitern zahlreiche Vorzüge: So sondert das vernetzte Elastomer auf der Oberfläche kontinuierlich Silikonöl ab, wodurch sich beständig ein Gleitfilm bildet, der die maschinelle Montage von Formteilen erheblich erleichtert. Das Silikon ist außerdem extrem robust und reißfest, wie betont wird. Im Ausgangszustand lässt sich das Vulkanisat ohne Risse oder Beschädigung um rund 270 Prozent dehnen. Ein weiterer Pluspunkt ist seine gute Kälteflexibilität: Selbst bei Temperaturen von bis runter zu -45 °C behalte das Elastomer seine volle Elastizität bei.

Rückstellvermögen belegt Einsatzfähigkeit

Tests zeigen, dass das Silikon auch nach einer Lagerung von 1.000 Stunden in einer 125 °C heißen Glycol-Wasser-Mischung seine mechanischen Eigenschaften beibehält. Untersuchungen zum Druckverformungsrest belegten das. Bei solchen Tests wird gemessen, inwieweit vernetzte Elastomerteile nach längerer Druckbelastung ihre ursprüngliche Dicke wieder annehmen. Mit einem Druckverformungsrest von 44 Prozent besitzen Dichtungselemente aus Elastosil LR 3822 ein ausreichend hohes Rückstellvermögen, um im Dauerbetrieb für eine konstant hohe Dichtheit in der Dichtnut zu sorgen, wie Wacker anmerkt. Das macht das Produkt zum idealen Werkstoff für kühlmittelbeständige elastische Dichtungen im Bereich der Elektromobilität. Es bringt eine Härte von 60 Shore A mit und eine im Dichtungsbereich häufig genutzte Spezifikation.

Um die Dichtungswirkung von Elastosil LR 3822 zu testen, wurden bei Wacker Proben unter hohem Anpressdruck in einer Glycol-Wasser-Mischung bei 125 °C gelagert. Nach 1.000 Stunden betrug der Druckverformungsrest 44 Prozent.(Bild:  Wacker Chemie)
Um die Dichtungswirkung von Elastosil LR 3822 zu testen, wurden bei Wacker Proben unter hohem Anpressdruck in einer Glycol-Wasser-Mischung bei 125 °C gelagert. Nach 1.000 Stunden betrug der Druckverformungsrest 44 Prozent.
(Bild: Wacker Chemie)

Wacker zeigt auf der Fakuma außerdem einen Silikonkautschuk mit selbsthaftenden Eigenschaften, der nicht getempert werden muss. Das unter dem Namen Elastosil LR 5471 erhältliche Produkt vernetzt zu einem Silikonelastomer mit einem äußerst niedrigem Gehalt an flüchtigen Bestandteilen. Dadurch können Hart-Weich-Verbundbauteile ohne thermische Nachbehandlung im Lebensmittel- und Medizinsektor sowie in der Säuglingspflege eingesetzt werden, so Wacker abschließend.

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