Verbesserte Datenlage Materialdatenzwilling optimiert Lieferkette im Automobilsektor

Quelle: Fraunhofer IWM 3 min Lesedauer

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Forscher vom Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik (IWM) nebst Partner zeigen, wie man mit einem digitalen Zwilling in puncto Materialdaten die Kreislaufwirtschaft zum Vorteil nutzen kann ...

Was die Informationen zu Materialdaten entlang der Lieferkette im Automobilsektor betrifft, so sind diese bisher recht lückenhaft gewesen. Das verhindert den geschlossenen Materialkreislauf. Im Rahmen eines Forschungsprojekts haben Experten diese Lücken nun digital schließen können ...(Bild:  KI-generiert)
Was die Informationen zu Materialdaten entlang der Lieferkette im Automobilsektor betrifft, so sind diese bisher recht lückenhaft gewesen. Das verhindert den geschlossenen Materialkreislauf. Im Rahmen eines Forschungsprojekts haben Experten diese Lücken nun digital schließen können ...
(Bild: KI-generiert)

Neun Partner aus Industrie und Forschung haben im BMFTR-Projekt „EDCar“ erstmals bewiesen, dass man mit dem souveränen Austausch standardisierter Materialdaten entlang einer Automobillieferkette schneller entscheiden kann, weniger Material braucht und neue digitale Geschäftsmodelle generieren kann, was sich vom Rohstoffhersteller bis zum Recyclingbetrieb ergeben kann – ohne die Datensouveränität einzubüßen. Der Schlüssel dafür sei die Kombination der PMD-Materialdaten-Infrastruktur mit dem Datenökosystem Catena-X.

Zwei Datenwelten begegnen sich zum Vorteil aller

Zum Hintergrund: Wenn ein Altfahrzeug im Verwertungsbetrieb ankommt, entscheidet oft nur die Erfahrung darüber, ob ein Bauteil wiederverwendet respektive aufbereitet werden kann oder verschrottet werden muss. Meist landen wertvolle technische Komponenten dann doch im Schredder, weil niemand genau weiß, aus welchem Material sie bestehen, welche Belastungen sie im Fahrzeugleben ertragen mussten und wie ihre Qualität einzuschätzen ist. Dieses strukturelle Problem hat im Rahmen des Projekts gelöst, wie die Beteiligten betonen. Die technische Verknüpfung von zwei bisher getrennten Datenwelten ist die Antwort! Gemeint ist die PMD-Materialdateninfrastruktur der BMFTR-Plattform Materialdigital und der industrielle Datenraums Catena-X, der in der Automobilbranche genutzt wird. In der PMD-Dateninfrastruktur werden Materialien mit ihren relevanten technischen, ökologischen und ökonomischen Informationen in für die Akteure der Wertschöpfungskette standardisierten Wissensgraphen digital dargestellt. Und Catena-X verbindet Hersteller (OEMs), Zulieferer, Händler und Recyclingbetriebe in einem dezentralen Netzwerk.

Bessere Daten stärken die Wettbewerbsfähigkeit

Durch die Kombination der beiden Systeme können laut Aussage der Forscher nun endlich Materialinformationen aus den Wissensgraphen (Single Source of Truth) der Unternehmen unter voller Kontrolle des jeweiligen Datenbesitzers automatisiert zwischen Unternehmen übertragen werden – etwa mechanische Eigenschaften, Rezyklatqualitäten oder Fahrzeug-Nutzungsdaten. So könne man schneller Kosten beurteilen und digitale Geschäftsmodelle erschließen – genau das, was man brauche, um mit internationalen, insbesondere chinesischen Wettbewerbern, Schritt zu halten. Es gehe aber nicht nur darum, günstiger zu produzieren, sondern mit besseren Daten schneller und fundierter Entscheidungen fällen zu können.

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