Kognitive Roboter Neura und Nxai wollen Gedächtnis für Physical AI

Von Sariana Kunze 2 min Lesedauer

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Neura Robotics und Nxai schließen eine Partnerschaft, um gemeinsam an einem Baustein für das Gedächtnis kognitiver Roboter zu arbeiten.

v. l. Sepp Hochreiter, Gründer von Nxai und KI-Forscher, und David Reger, Gründer und CEO von Neura Robotics, freuen sich über die Zusammenarbeit in Sachen Physical AI. (Bild:  Neura)
v. l. Sepp Hochreiter, Gründer von Nxai und KI-Forscher, und David Reger, Gründer und CEO von Neura Robotics, freuen sich über die Zusammenarbeit in Sachen Physical AI.
(Bild: Neura)

Die neu geschlossene Partnerschaft von Neura Robotics und Nxai besteht aus zwei Teilen: Grundlage ist Neuron AI, das multimodale Foundation-Modell von Neura für Physical AI, das 3D-Sehen, Tastsinn, Audio, Roboterzustand und Sprache mit einer Gedächtnisfunktion verbindet. Die Unternehmen verbinden dafür Neuras Physical-AI-Stack mit XLSTM, einer rekurrenten Architektur von Nxai, die den Zustand über lange Sequenzen effizient halten und aktualisieren kann. Außerdem plant Nxai, ein eigenes Modell auf Basis der XLSTM-Architektur auf der Neuraverse-Plattform bereitzustellen. Es soll künftig neben Neuras eigenem Foundation-Modell Neuron AI verfügbar sein.

„Ein Roboter, der im Alltag und in der Industrie wirklich hilft, muss sich erinnern“, sagt David Reger, Gründer und CEO von Neura Robotics. „Mit Neuron AI haben wir das Fundament. Mit dem Neuraverse schaffen wir die Plattform, auf der auch andere KI-Ansätze ihren Weg in Roboter finden. Mit Sepp Hochreiter und Nxai bauen wir das Gedächtnis gemeinsam aus.“

Wer bringt was mit?

  • Neura bringt den Physical-AI-Stack ein: eigene multimodale Foundation-Modelle, Robotik, Sensorik, reale Trainingsdaten aus den Neura Gyms und die Plattform für den industriellen Einsatz.
  • Nxai bringt jahrzehntelange KI-Forschung und einen grundlegend anderen Ansatz für rekurrente Intelligenz und Gedächtnis mit.

Warum Roboter ein Gedächtnis brauchen

„Gedächtnis und Erfahrungen sind die Voraussetzungen für Roboter, Aufgaben über viele Schritte zuverlässig zu lösen“, sagt Prof. Dr. Sepp Hochreiter, Gründer von Nxai. „XLSTM ist dafür gebaut, ist schnell, speichereffizient und kann den Zustand über lange Sequenzen halten.“

Ein Roboter arbeitet in einer Schleife aus Wahrnehmen, Entscheiden und Handeln, viele Male pro Sekunde und unter Umständen eine ganze Schicht lang. Dafür braucht er Gedächtnis auf zwei Ebenen. Das Arbeitsgedächtnis klärt, was gerade passiert: Wurde das Bauteil schon eingesetzt? Ist die Tür offen oder geschlossen? Wurde der Startknopf bereits gedrückt? Das längerfristige, episodische Gedächtnis geht weiter: Ein Roboter, der einen Prozess wiederholt ausgeführt hat, soll bei derselben Situation auf frühere Erfahrungen zurückgreifen können.

Gemeinsame Plattform bietet mehr Auswahl

Die geplante Integration soll Unternehmen ermöglichen, das Nxai-Modell mit der Toolchain des Neuraverse auf eigene Aufgaben abzustimmen, in den Neura Gyms zu erproben und auf geeigneten Robotern einzusetzen. Kunden sollen damit unterschiedliche Modellansätze innerhalb derselben Trainings- und Anwendungsumgebung nutzen können.

Neuron AI bleibt Neuras eigenes multimodales Foundation-Modell und wird unabhängig weiterentwickelt. Die Partnerschaft bringt eine zusätzliche Modelloption auf die Plattform und umfasst gemeinsame Forschung. Unternehmen behalten dabei die Kontrolle über ihr Prozesswissen und entscheiden selbst, ob sie Daten und Fähigkeiten teilen.

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