Welche weiteren Entwicklungen sind für die Produktion zur Unterstützung des Werkers zu erkennen?
Wir arbeiten an anziehbaren Robotern, die als körpernahe Assistenzsysteme motorische und sensorische Fertigkeiten des Menschen erweitern. Diese Roboteranzüge werden als Kraftunterstützer bei manuellen Arbeiten zum längeren Erhalt der Arbeitsfähigkeit und zur Vorbeugung berufsbedingter Schäden am Muskel-Skelett-System aufgrund von Fehlbelastungen beitragen. Wir streben Systeme an, die Funktionen einer meist passiven Orthese (äussere Unterstützungsstrukturen bei vorhandenen Gliedmassen) erweitern hin zu einem aktiven körpernahen Ganzkörper-Exoskelett – Roboteranzug – mit teilautonomen Funktionen. Durch die Unterstützung beim Wiedererlernen motorischer Fähigkeiten nach Verletzungen des Bewegungsapparats werden derartige Roboteranzüge auch einen wesentlichen Beitrag zur modernen, personalisierten Rehabilitation leisten. Sie können auch zu einem integralen Bestandteil der Ausrüstung von Rettungsdiensten bei Katastrophenszenarien werden.
Wann wird der Roboter in der Lage sein, direkt mit dem Menschen zu interagieren?
Das ist die Schlüsselfrage. Der Erfolg vom Roboter in menschenzentrierten Umgebungen hängt stark von der Art und Weise ab, wie wir Menschen mit diesen Robotern interagieren und kommunizieren. Dazu werden robuste und benutzerfreundliche Mensch-Roboter-Schnittstellen benötigt, mit denen ein Mensch wie bei einer Mensch-Mensch-Interaktion mittels natürlicher Sprache und Gesten mit dem Roboter auf natürliche Art und Weise kommunizieren und kooperieren kann. Auf dem Gebiet des Verstehens natürlicher Sprache wurden in den vergangenen Jahren grosse Fortschritte erzielt. Jedoch fehlen noch robuste Dialogsysteme mit vielseitigen Dialogstrategien, die neben der natürlichen Interaktion die Möglichkeit zum interaktiven Lernen von neuem Wissen auf eine robuste und für den Menschen transparente Art und Weise erlauben.
Bildergalerie
Reicht die derzeitig verfügbare Rechenpower aus?
Die Anforderungen an die Rechenleistung von Robotern werden beim Entwurf berücksichtigt und so ausgelegt, dass sie für den Anwendungsfall ausreichend sind. Die Fortschritte der Rechnertechnologien erlauben es, Roboterarchitekturen mit mehr und mehr komplexen Algorithmen der Bildverarbeitung oder Sprachverarbeitung zur Interpretation von Situationen und zur kontextsensitiven Generierung von Aktionen und deren Adaption an die gegebene Situation zu entwickeln. Die Verfügbarkeit von grossen Datenmengen und das Cloud-basierende Rechnen werden in absehbarer Zeit neue Möglichkeiten für die Realisierung zukünftiger Robotersysteme eröffnen.
Entwickeln sich künstliche Intelligenz und Robotik aufeinander zu oder entfernen sie sich voneinander?
Auf keinen Fall. Robotik hat immer eine grosse Rolle in der KI-Forschung gespielt und wird dies in der Zukunft noch mehr tun. Robotik ist für mich das beste Beispiel, wo und wie man künstliche Intelligenz demonstrieren kann. Unser Ziel in der Robotik ist es, Methoden der künstlichen Intelligenz und der Informatik in Robotern zu realisieren, die physisch mit Mensch und Umgebung interagieren können, aus dieser Interaktion sowie aus den Konsequenzen der eigenen Aktionen lernen, um zielgerichtetes Verhalten zu realisieren und sich dabei ständig zu verbessern. Somit ist die Forschung an Robotern mit maschineller Intelligenz eine Untermenge der KI-Forschung. Beide Gebiete profitieren voneinander und werden dies auch in Zukunft tun. Denn die Robotik wird von intelligenten Algorithmen und Methoden profitieren, und die KI-Forschung wird mit immer besser werdenden Robotersystemen eine unvergleichbare Möglichkeit haben, intelligentes Verhalten anhand von physisch agierenden Systemen zu validieren.
Sehen Sie Möglichkeiten, dass der Roboter mit seiner Intelligenz Abläufe in der Industrie automatisieren und verbessern kann?
Ja, sicher. Die Einführung vielseitiger, sicherer und intelligenter Roboter wird zu einer weiteren Flexibilisierung und Effizienzsteigerung in der Produktion führen. Nach wie vor werden viele monotone und langweilige Arbeiten in der Produktion manuell durchgeführt, weil es keine Roboter gibt, die diese Aufgaben durchführen können. Vielseitige Roboter wie humanoide Roboter, die eine Vielzahl von Aufgaben durchführen können, sich an unterschiedliche Situationen und Szenarien anpassen und intuitiv programmiert werden können, werden die Gestaltung zukünftiger Fabriken entscheidend beeinflussen. In solchen Fabriken werden Mensch und Roboter Seite an Seite arbeiten und miteinander kooperieren, um die Arbeitsbedingungen für den Menschen zu verbessern und gleichzeitig die Effizienz zu steigern. Solche Roboter-Kowerker werden weitere Abläufe in der Industrie automatisieren und verbessern.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.