Sidekick Krauss-Maffei reduziert Aufwand beim Kunststoffrecycling per Extruder

Von Peter Königsreuther 2 min Lesedauer

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Eine neue Seitenfüttereinrichtung von Krauss-Maffei erleichtert das Recycling von Kunststoff-Flakes und Material mit Fasern. Zu sehen sein, wird dies auf der diesjährigen Fakuma ...

Krauss-Maffei Extrusion aus Laatzen hat etwas Interessantes für das Kunststoffrecycling entwickelt. Es handelt sich um die Seitenfüttereinreichtung ZSA Ultracycle für Zweischneckenextruder. So können nun auch schwer zuführbare Materialien verarbeitet werden.(Bild:  Krauss-Maffei Extrusion)
Krauss-Maffei Extrusion aus Laatzen hat etwas Interessantes für das Kunststoffrecycling entwickelt. Es handelt sich um die Seitenfüttereinreichtung ZSA Ultracycle für Zweischneckenextruder. So können nun auch schwer zuführbare Materialien verarbeitet werden.
(Bild: Krauss-Maffei Extrusion)

Mit der neuen ZSA Ultracycle präsentiert Krauss-Maffei Extrusion in Friedrichshafen eine speziell für das Recycling entwickelte Seitenfüttereinrichtung für Zweischneckenextruder. Die ZSA Ultracycle eignet sich demnach speziell für großvolumige (fluffige) Recyclingmaterialien, die aufgrund ihrer geringen Schüttdichte von teilweise nur zehn Kilogramm pro Kubikmeter herkömmliche Dosiersysteme vor Herausforderungen stellen, wie die Laatzener Experten berichten. Dazu zählen etwa Flakes, Folienschnipsel oder Kunststofffasern aus Endverbraucherabfällen. Aber auch Fasern aus dem Textilrecycling gehören dazu. Typische Materialien sind PET-, LD-PE- und PP-Flakes sowie Fasern und Gewebe aus Polyamid (PA) und Polyester (PES). Obwohl der eingesetzte Zweischneckenextruder über ausreichende Verarbeitungskapazität verfüge, begrenze bei diesen Ausgansstoffen häufig die Materialzuführung den erzielbaren Maximaldurchsatz. Die ZSA Ultracycle schafft laut Krauss-Maffei aber nun die Voraussetzung, die vorhandene Verarbeitungskapazität des Extruders dennoch zuverlässig auszuschöpfen. Die neue ZSA Ultracycle verdichtet demnach die leichten und voluminösen Recyclingmaterialien bereits bei der Zuführung und ermöglicht so eine kontinuierliche und zuverlässige Beschickung des Zweischneckenextruders.

Ohne Vorbehandlung, direkt ins Recycling

Dadurch könnten zusätzliche Vorbehandlungsschritte wie Kompaktieren oder Agglomerieren entfallen. Gleichzeitig lassen sich die Aspekte Materialzuführung, Aufschmelzen, Compoundieren, Entgasen und Filtration in einem durchgängigen Prozess kombinieren, wie es weiter heißt. Das reduziert folglich die Anzahl der sonst benötigten Prozessschritte und senkt gleichzeitig den Anlagen- und Energiebedarf. Das Herzstück der neu entwickelten Seitenfüttereinrichtung sind zwei Schnecken, deren spezielle Ausführung für eine effiziente Verdichtung des Materials sorgt, so Krauss-Maffei. Dadurch ließen sich auch große Mengen dieser Recyclingmaterialien zuverlässig in den Einzugsbereich des Zweischneckenextruders (Typ: ZE Bluepower) von Krauss-Maffei Extrusion fördern, ohne die gravimetrische Dosierung zu beeinträchtigen. Die Vorteile heißen gleichbleibender Durchsatz, gleichbleibende Materialqualität sowie stabile Prozessführung. Durch den modularen Schneckenaufbau gelinge die flexible Anpassung an diverse Materialien und Anwendungen. Verschleißt etwas, brauchen nur die betroffenen Schneckenelemente ausgetauscht werden und nicht die ganze Plastifizierschnecke.

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