Kapazitäten ausgebaut KI-Boom: Zeiss kann hohe Nachfrage stemmen

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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KI-Chips sind gefragt und ASML ist der einzige Hersteller von Maschinen, auf denen diese modernen Chips produziert werden. Zeiss liefert dafür präzise Spiegel. Deshalb hat Zeiss SMT jetzt seine Produktionsflächen ausgebaut, um die stark steigende Nachfrage zu bedienen.

Der Standortausbau bei Zeiss in Oberkochen schafft rund 25.000 Quadratmeter zusätzliche Fläche für Produktion und produktionsnahe Bereiche.(Bild:  Zeiss)
Der Standortausbau bei Zeiss in Oberkochen schafft rund 25.000 Quadratmeter zusätzliche Fläche für Produktion und produktionsnahe Bereiche.
(Bild: Zeiss)

Der Trend bei Künstliche Intelligenz (KI) beschleunigt die Entwicklung der Halbleiterindustrie deutlich und sorgt für eine hohe Nachfrage nach leistungsfähigeren Mikrochips. Wie Boomberg berichtet, hat die Zeiss Group Bedenken von Investoren über mögliche Engpässe in der Lieferkette für KI-Chips zurückgewiesen. Das Unternehmen erklärte, genug Kapazitäten zu haben, um die stark steigende Nachfrage zu bedienen.

Ein zentraler Baustein sei die Erweiterung in Oberkochen: Insgesamt schaffe Zeiss Semiconductor Manufacturing Technology (SMT) dort rund 25.000 Quadratmeter zusätzliche Fläche für Produktion und produktionsnahe Bereiche. Auch an weiteren deutschen und internationalen Standorten investiere Zeiss SMT in den Ausbau seiner Kapazitäten. Damit soll sowohl die Nähe zu Kunden und relevanten Märkten gestärkt, als auch die Skalierbarkeit der Lösungen erhöht werden. „Das sind die wirklich langfristigen Maßnahmen, wenn es um den Ausbau der Kapazitäten geht“, sagte Frank Rohmund, Chef der Halbleitersparte von Zeiss, im Gespräch mit Bloomberg.

Einer der wichtigsten Partner für ASML

Zeiss liefert optische Systeme an ASML. Der niederländische Konzern ist weltweit der einzige Hersteller von Maschinen, die extreme ultraviolette Lithografie (EUV) ermöglichen und so die modernsten Chips produzieren können. Die präzisen Spiegel von Zeiss, deren Herstellung mehrere Monate dauert, sind ein zentraler Teil der EUV-Anlagen. Sie reflektieren EUV-Licht mit höchster Präzision, um feine Strukturen auf Siliziumwafer zu projizieren: je feiner die Struktur, desto leistungsfähiger der Chip. Durch die Partnerschaft mit ASML sei Zeiss an der Produktion von rund 80 Prozent aller Chips weltweit beteiligt. Dessen Halbleiterabteilung ist für ASML so wichtig, dass die Niederländer daran 2016 eine Minderheitsbeteiligung für 1 Milliarde Euro erworben haben.

Rohmund rechnet in diesem Jahr mit einem „deutlichen Wachstum“, das durch Investitionen von Hyperscalern getrieben wird. Gleichzeitig sorgen sich laut Bloomberg Investoren, dass ASML und Zulieferer wie Zeiss mit der steigenden Nachfrage nicht Schritt halten könnten, während Chiphersteller wie TSMC, Intel, Samsung und Micron ihre Produktionen ausbauen. ASML kündigte im Juli an, die Fertigungskapazität für EUV-Anlagen zu erhöhen, um die große Zahl an Bestellungen für 2028 bedienen zu können.

Präzision und Effizienz zahlen sich aus

Die Halbleitersparte von Zeiss schloss Ende der 1990er Jahre eine Partnerschaft mit ASML. Beide Unternehmen arbeiteten daran, Chips kleiner, leistungsfähiger und energieeffizienter zu machen. Seither wurden die Technologien gemeinsam weiterentwickelt. Laut Zeiss sind die Spiegel in EUV-Anlagen so präzise ausgerichtet, dass einer von ihnen, „wenn er einen Laserstrahl umlenken und auf den Mond richten würde, einen Tischtennisball auf der Mondoberfläche treffen könnte“.

Die Investition von ASML hat sich ausgezahlt. Laut Geschäftsbericht erzielte Zeiss’ Halbleiterabteilung im Geschäftsjahr bis September 2025 einen Rekordumsatz von 5,06 Milliarden Euro – ein Anstieg von 23 Prozent. Das Unternehmen führte dies auf den Zuwachs bei KI-Anwendungen und die steigende Nachfrage aus China zurück. Die Sparte schrieb den höchsten Umsatz innerhalb der Gruppe, die insgesamt im selben Zeitraum knapp 12 Milliarden Euro umsetzte. „Gemeinsam mit ASML haben wir eine Roadmap, die relativ weit in die Zukunft reicht. Wir sprechen über etwa 2040“, so Rohmund.

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