Machine Learning spielt eine wichtige Rolle beim autonomen Fahren. Beim klassischen maschinellen Lernen findet das Training der neuronalen Netze vorwiegend in der Cloud statt, wobei ein ständiger Upload neuer Daten erforderlich ist. Geht das nicht auch anders?
Beim Machine Learning on the edge werden anstelle der Rohdaten nur die trainierten Modelle ausgetauscht. Die Speicherung der Daten erfolgt lokal. Das erhöht die Sicherheit beim hochautomatisierten Fahren auch im Falle geringerer Bandbreiten.
Der permanente Upload neuer Daten, mit denen die neuronale Netz lernen kann, birgt Probleme und Gefahren, doch es gibt eine Alternative. Im Fall des sogenannten "learning on the edge" werden anstelle der Rohdaten nur die Modelle ausgetauscht. Die Daten bleiben auf dem Gerät. Auf Basis gemeinsamer wissenschaftlicher Arbeiten mit Forschern des Volkswagen-Konzerns hat ein Team des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS das Whitepaper "Machine Learning on the edge" veröffentlicht. Es gibt einen Überblick über das Prinzip des verteilten maschinellen Lernens, das insbesondere für das autonome Fahren viele Vorteile bietet.
Die zentrale Idee ist dabei, anstelle von Rohdaten nur die trainierten Modelle auszutauschen. Im Vergleich zum klassischen Lernen in der Cloud ist dieses Verfahren nicht nur schneller, weil es auch bei geringeren Bandbreiten bestehen kann, sondern bietet in puncto Datenschutz wichtige Vorteile.
Hochautomatisierte Fahrzeuge erkennen Verkehrsschilder, halten Abstand zu anderen Fahrzeugen, bremsen vor Hindernissen rechtzeitig und finden ihren Weg zum Ziel ohne viel menschliches Zutun. Insbesondere mit Deep Learning – einer Form des maschinellen Lernens, die mit tiefen neuronalen Netzen arbeitet – erzielt die Forschung zurzeit vielversprechende Fortschritte.
Statt Rohdaten werden nur die Modelle ausgetauscht
Beim klassischen maschinellen Lernen findet das Training der neuronalen Netze vorwiegend in der Cloud statt. Auf einer zentralen Big-Data-Plattform werden historische Daten fortlaufend durch neue Datensätze ergänzt, die beispielsweise über die manuelle Nutzereingabe oder intelligente Sensortechnik gewonnen werden. Damit das künstliche neuronale Netz kontinuierlich lernen kann, ist der Upload von immer neuen Daten nötig.
Dieses Paradigma ist jedoch in zahlreichen Anwendungen weder technisch wünschenswert noch rechtlich möglich: So spielt im Automotive-Umfeld der Datenschutz eine besondere Rolle und stellt einen gewichtigen Grund dar, um Kundendaten nicht an eine zentrale Plattform in der Cloud zu übermitteln und dort zu speichern. Hinzu kommen technische Hindernisse wie geringe Bandbreiten, hohe Kommunikationskosten, Gefahren des Datenabgriffs durch Cyberattacken sowie die Notwendigkeit kurzer Reaktionszeiten.
Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wird beim Verfahren des verteilten maschinellen Lernens ein neuer Ansatz verfolgt: Die zentrale Idee des sogenannten "learning on the edge" ist es, anstelle der Rohdaten nur die Modelle auszutauschen – Informationen über den Nutzer bleiben also auf dem Gerät und werden nur lokal gespeichert. Der Aufwand für den Austausch von Modellen ist im Vergleich zum Austausch von Rohdaten deutlich geringer.
Neue Rohdaten werden vor Ort verarbeitet
Neue Rohdaten werden direkt vor Ort und ohne Verzögerung verarbeitet, wodurch lange Übertragungszeiten vermieden werden können. Im biomedizinischen Bereich wird dieser Ansatz bereits genutzt, zum Beispiel um für verschiedene Kliniken ein gemeinsames Modell zur Tumorerkennung zu lernen. Die sensiblen Patientendaten verlassen die jeweilige Klinik nicht. Die Gegebenheiten solcher Realeinsätze besser zu berücksichtigen und die Datenschutzfreundlichkeit des Ansatzes weiter zu erhöhen sind Schwerpunkte der aktuellen Forschungstätigkeiten im Bereich des verteilten Lernens.
Im Falle des autonomen Fahrens entsprechen die Endgeräte den Fahrzeugen einer Flotte, weshalb auch von Flottenlernen (englisch "fleet learning") gesprochen wird. Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer IAIS und des Volkswagen-Konzerns haben gemeinsam untersucht, wie die zentralen Herausforderungen des Flottenlernens bewältigt werden können, und auf der European Conference on Machine Learning (ECML) 2018 in Dublin die Ergebnisse vorgestellt (Paper "Efficient Decentralized Deep Learning by Dynamic Model Averaging"). Wie verteiltes Lernen funktioniert, welche Herausforderungen dabei bestehen und welche Fortschritte bereits erzielt wurden, ist im vorliegenden Whitepaper in Kürze zusammengefasst.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Dieser Beitrag ist ursprünglich auf unserem Partnerportal Bandbreite erschienen.