Startschuss

Bundesregierung bläst zur massiven Aufholjagd in Sachen KI

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Brüssel blockt günstige Stromversorgung für KI ab

Wildberger (CDU) räumte nach der Verabschiedung des des Vorhabens im Bundeskabinett aber auch ein, dass die Energiekosten ein Hindernis sind. Der Strompreis, gab er zu, ist zu hoch. „Daran wird aber gearbeitet“, merkte Wildberger an. Auf die Herausforderung gebe es aber keine einfachen Antworten. Der Digitalminister verwies aber dazu auf eine große Nachfrage, in Deutschland mehr Rechenzentren zu bauen. Und die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Katherina Reiche (auch CDU), wies auf der entsprechenden Pressekonferenz Forderungen von Digitalverbänden zurück, für die bekanntlich Strom geradezu fressenden Rechenzentren den verbilligten Industriestrom zugänglich zu machen. Welche Sektoren vom Industriestrompreis partizipierten, werde schließlich von der EU-Kommission festgelegt, weshalb man das nicht selbst entscheiden könne. Brüssel lege als Kriterium fest, dass der verbilligte Industriestrompreis nur von Bereichen beantragt werden könne, die im internationalen Wettbewerb stünden und Güter ins Ausland exportierten – auch außerhalb der Europäischen Union. Die Kommission ist laut Reiche der Auffassung, dass das für Rechenzentren nicht zutrifft.

China und die USA halten 70 Prozent der KI-Kapazitäten

Beide CDU-Politiker betonten dennoch die Bedeutung der Strategie zum Bau von mehr Rechenzentren. Mit der stärkeren Nutzung von Cloud-Computing und Anwendungen der künstlichen Intelligenz steigt schließlich der Bedarf an Rechenleistung an den Orten des Geschehens. Außerdem gebe es aus Sicherheitsgründen ein Interesse, Daten in Deutschland speichern und verarbeiten zu können, statt auf Servern im Ausland. Denn im internationalen Wettbewerb liegen die USA uneinholbar an Platz 1. Das sei auch deshalb der Fall, weil dort die Topunternehmen Amazon AWS, Google Cloud, Microsoft Azure ihre Standorte haben. Derzeit beträgt die Rechenzentrumskapazität in den Vereinigten Staaten rund 60 Gigawatt. China kommt auf rund 20 Gigawatt. Damit halten die Großen Zwei zusammen etwa 70 Prozent der weltweiten Kapazität für das KI-Geschehen, wie betont wird. Deutschland verfügt dagegen lediglich über eine Rechenzentrumskapazität von knapp drei Gigawatt über rund 2.000 Anlagen. Davon entfielen etwa 500 Megawatt auf die KI. Mit diesen Zahlen liegt Deutschland aber noch vor Ländern wie Großbritannien, Japan, Frankreich und Irland. Künftig soll die Gesamtkapazität in der Bundesrepublik auf mindestens sechs Gigawatt hochgeschraubt werden, von denen mindestens zwei Gigawatt KI-Anwendungen vorbehalten sein sollen.

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