Post-Quantum-Kryptografie
Wie Unternehmen ihre Verschlüsselung zukunftssicher machen

Ein Gastbeitrag von Johannes Oberreuter* 3 min Lesedauer

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Heute noch sichere Verschlüsselungsverfahren, mit denen Unternehmen ihre Daten sichern, sind durch Quantencomputing gefährdet. Post-Quantum-Kryptografie (PQC) ist die Antwort auf diese Bedrohung.

Quantencomputing bedroht die meisten aktuellen Verschlüsselungsalgorithmen.(Bild: ©  Jori - stock.adobe.com)
Quantencomputing bedroht die meisten aktuellen Verschlüsselungsalgorithmen.
(Bild: © Jori - stock.adobe.com)

Die digitale Sicherheit beruht heute vielfach auf Verfahren, die von klassischen Computern kaum zu knacken sind. Doch Quantencomputer stellen diese Sicherheit infrage: Sie lösen die mathematischen Probleme, auf denen viele Verschlüsselungsmethoden basieren, deutlich schneller und hebeln damit zentrale Schutzmechanismen aus. Post-Quantum-Kryptografie schützt sensible Daten bereits heute vor den Angriffsmöglichkeiten von morgen.

Warum Quantencomputer die aktuelle Kryptografie gefährden

Die meisten Sicherheitsarchitekturen stützen sich auf asymmetrische Verfahren wie RSA (Rivest-Shamir-Adleman, 1977) oder ECC (elliptic curve cryptography). Diese gelten als sicher, solange nur klassische Rechenleistung zur Verfügung steht. Quantencomputer funktionieren jedoch anders: Mithilfe des legendären Shor-Algorithmus von 1994 lassen sich Aufgaben wie die Faktorisierung großer Zahlen oder das diskrete Logarithmusproblem effizient lösen, das heißt genauso schnell entschlüsseln wie verschlüsseln. Das Resultat: Private Schlüssel lassen sich rekonstruieren, digitale Signaturen fälschen und verschlüsselte Daten entschlüsseln.

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