Humanoide Roboter
Teslas Wette auf die nächste industrielle Revolution

Ein Gastkommentar von Audun Wickstrand-Iversen* 3 min Lesedauer

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Vom Automobilhersteller zum Robotik-Konzern? Was bei Tesla lange wie eine Vision von CEO Elon Musk klang, nimmt inzwischen konkrete Formen an. Steht hier die nächste große Plattform vor dem Durchbruch?

Tesla geht mit seinem Humanoiden Optimus eine große Wette ein, die bei geringem Risiko großen Gewinn verspricht.(Bild:  Tesla)
Tesla geht mit seinem Humanoiden Optimus eine große Wette ein, die bei geringem Risiko großen Gewinn verspricht.
(Bild: Tesla)

Der globale Markt für humanoide Roboter steckt noch in den Anfängen, doch die Wachstumserwartungen sind außergewöhnlich. Analysten von Goldman Sachs schätzen, dass der Markt bis 2035 ein Volumen von 150 bis 200 Milliarden US-Dollar erreichen könnte, bei jährlichen Wachstumsraten von über 40 Prozent. Bis 2030 könnten weltweit über eine Million humanoide Roboter im Einsatz sein – zunächst in Industrie, Logistik und Pflege, später auch im Dienstleistungssektor. Zum Vergleich: Der heutige Markt für Industrieroboter umfasst rund 16 Milliarden US-Dollar jährlich. Humanoide Roboter würden diese Kategorie strukturell erweitern. Nicht ersetzen, sondern ergänzen.

Tesla Optimus: Der ambitionierteste Ansatz

Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht Tesla. Mit dem humanoiden Roboter Optimus verfolgt der Konzern einen radikal anderen Ansatz als klassische Robotik-Hersteller. Während Wettbewerber auf spezialisierte Aufgaben setzen, will Tesla eine universell einsetzbare Arbeitskraft entwickeln. Optimus ist rund 1,73 Meter groß, wiegt etwa 70 Kilogramm, kann laut Tesla bis zu 20 Kilogramm tragen und wird von denselben KI-Systemen gesteuert wie Teslas Fahrzeuge.