Kommentar Digitalisierung, Industrie 4.0 und was kommt dann?
In Zeiten von Digitalisierung, Industrie 4.0 und Internet of Things kristallisiert sich eine ernstzunehmende Alternative zu Manufacturing Execution Systemen (MES) heraus. Der Grund: Immer mehr Unternehmen fordern mehr Flexibilität für Ihre Fertigungs-IT. Aber was bringt ein weiteres IT-System? Prof. Dr.-Ing. Jürgen Kletti (mpdv) geht dieser Frage nach.
Parallel zur vierten industriellen Revolution (Industrie 4.0) kündigt sich auch die vierte Generation von Software für die Fertigungs-IT an. Dabei rückt neben der Anwendungssicht auf fertigungsnahe IT-Systeme auch deren struktureller Aufbau immer mehr in den Fokus. Zurückblickend lassen sich bis heute vier Generationen der Fertigungs-IT identifizieren:
- 1. Insellösungen für BDE, MDE oder CAQ
- 2. Fertigungsmanagementsysteme und monolithische MES-Systeme
- 3. Modulare MES-Systeme gemäß VDI-Richtlinie 5600
- 4. Plattformbasierte Lösungen aus Services und Apps
Systeme der ersten Generation waren in der Regel spezialisierte Insellösungen z. B. für die Maschinendatenerfassung, die Qualitätssicherung oder die Fertigungssteuerung. Monolithische IT-Systeme in der zweiten Generation fassten oftmals mehrere dieser Insellösungen zu sogenannten Fertigungsmanagement-Systemen zusammen, die in der Folge als Manufacturing Execution Systeme (MES) bezeichnet wurden. Erst durch die VDI-Richtlinie 5600 und den darin definierten MES-Aufgaben entstanden modulare MES-Systeme in der dritten Generation. Noch heute meistern weltweit viele Unternehmen damit ihren Fertigungsalltag erfolgreich und umfassend.
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