Reich in Rekordzeit Chiphersteller CXMT wird auf einen Schlag zum Superaufsteiger

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Die weltweit boomende Nachfrage nach Computerchips hat dem chinesischen Chiphersteller CXMT jetzt einen wahrlich märchenhaften Börsenstart beschert ...

CXMT ist ein ostchinesischer Chiphersteller, der genau zur richtigen Zeit den Börsengang gewagt hat. Auf Anhieb wurde das Unternehmen zu einem der reichsten in China. Ein weiterer Konkurrent für die US-Chip-Branche gibt demnach bald Vollgas beim Rennen um KI-Modelle ...(Bild:  CXMT)
CXMT ist ein ostchinesischer Chiphersteller, der genau zur richtigen Zeit den Börsengang gewagt hat. Auf Anhieb wurde das Unternehmen zu einem der reichsten in China. Ein weiterer Konkurrent für die US-Chip-Branche gibt demnach bald Vollgas beim Rennen um KI-Modelle ...
(Bild: CXMT)

CXMT ist an der Börse voll durchgestartet. Im Handelsverlauf sprang das Papier des Halbleiterfertigers aus dem ostchinesischen Hefei auf teilweise traumhafte 535 Prozent (auf etwas über 55 Yuan (etwa 7,1 Euro)) nach oben, bevor es jedoch zu leichten Gewinnmitnahmen kam. Zum Handelsende legte der Kurs um knapp 466 Prozent (auf 49 Yuan) zu. Gemessen an dem damit erreichten Börsenkurs von rund 55 Yuan wird CXMT nun mit 3,3 Billionen Yuan bewertet, was umgerechnet rund 490 Milliarden Dollar oder 430 Milliarden Euro sind.

CXMT reiht sich in weitere Börsen-Debütanten ein

Damit, betonen diverse Medien, ist der Chiphersteller auf einen Schlag zu einem der wertvollsten Unternehmen Chinas geworden. An den chinesischen Festlandsbörsen ist CXMT mit der Bewertung nun der mit Abstand teuerste Konzern. Bei den in Hongkong notierten Unternehmen aus China liegt Tencent gemessen am Schlusskurs (mit umgerechnet rund 510 Milliarden Dollar) etwas vor CXMT. Zwischenzeitlich lag der Chiphersteller aber auch schon vor dem Internetkonzern Tencent, an dem die niederländische Beteiligungsgesellschaft Prosus rund 23 Prozent hält. Gut zehn Milliarden Dollar hat CXMT dieser Börsengang gebracht! Der Börsengang schließt sich übrigens an weitere Debüts in der Branche an. Denn Mitte Juli hatte der südkoreanische Chiphersteller SK Hynix mit einer Erstnotiz an der US-Börse Nasdaq 26,5 Milliarden US-Dollar (derzeit etwa 23,2 Milliarden Euro) eingesammelt. Berichten zufolge planen in China auch noch weitere KI-Start-ups ihre Börsengänge.

Jetzt wird bei CXMT mehr produziert und entwickelt

Mit dem so gemachten Geld will CXMT laut dem Börsenprospekt zur Erstnotiz seine Produktion ausweiten sowie in Forschung und Entwicklung seiner DRAM-Chips investieren. Die hohe Nachfrage nach solchen Chips im Zuge des globalen Rennens um die Entwicklung neuer Modelle im Bereich künstliche Intelligenz habe für einen Angebotsengpass in der Branche gesorgt – vor allem bei Herstellern von Alltagselektronik. Dagegen will man nun etwas tun. Und die KI-Entwicklung ist mittlerweile bekanntlich zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den USA und China geworden. Wegen der derzeit von Zöllen und Exportkontrollen geprägten handelspolitischen Spannungen wird die Reduzierung von Abhängigkeiten auch bei Chips immer wichtiger. Wie dem auch sei: China hinkt den USA in dieser Technologie alles andere als noch hinterher.

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