Robotik-Invest Zalando wird Sereact-Kunde und zugleich Investor

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 1 min Lesedauer

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Zalando, führende europäische Technologieplattform für Fashion und Lifestyle, investiert in Lagerrobotik von Sereact – und in Sereact selbst. Nach dem Einstieg in die laufende Series-B-Finanzierungsrunde des Robotik-Start-ups wächst diese auf 116 Millionen US-Dollar an.

Nicht alltäglich: Moderiese Zalando ist Kunde und Investor zugleich beim Anbieter physischer KI für Lagerrobotik Sereact.(Bild:  Sereact)
Nicht alltäglich: Moderiese Zalando ist Kunde und Investor zugleich beim Anbieter physischer KI für Lagerrobotik Sereact.
(Bild: Sereact)

Als Teil des menschlichen Gehirns ist der Cortex bekanntlich für Gedächtnis, Sprache und allerlei andere Dinge zuständig. Bei Sereact, Anbieter von physischer KI für Lagerrobotik, steht der Name Cortex für ein universelles KI-Betriebssystem. Dieses Vision-Language-Action-Modell lernt, anstatt für jede Aufgabe neu programmiert zu werden, aus Demonstrationen und überträgt das Gelernte auf neue Aufgaben und sogar neue Roboterhardware, von Greifarmen bis zu humanoiden Robotern, ganz ohne Neuprogrammierung. Wie Sereact mitteilt, sind derzeit über 200 Systeme des Unternehmens europaweit im Einsatz, etwa bei Mercedes Trucks oder dem Onlinehändler BOL. Das Kapital fließt, wie es heißt, in Cortex 2.0, die nächste Generation von Sereacts „Roboterhirn“, sowie in die Expansion, vorwiegend in die Vereinigten Staaten von Amerika.

Wir freuen uns sehr, dass Zalando nun ein strategischer Investor ist. Das ist ein starkes Signal an den Markt: Unternehmen, die auf operative Intelligenz setzen, glauben an unsere Technologien.

Dr. Ralf Gulde, CEO und Mitgründer von Sereact

Sereacts Technologie zeige, wie es weiter heißt, bereits eine „erhebliche Marktwirkung“, mit über einer Milliarde erfolgreich abgeschlossener, echter Produktions-Picks auf der Cortex-Plattform.

Von „Try-and-See“ zu „Plan-and-Try“

Cortex fungiert dabei als universelles KI-Betriebssystem, das auf verschiedenen Hardware-Formen bis hin zu humanoiden Robotern laufen kann. Das kommende Modell Cortex 2.0 verlagert die Roboterautomatisierung von einem „Try-and-See“- (ausprobieren und sehen) zu einem „Plan-and-Try“-Ansatz (planen und ausprobieren). Dabei werden physische Ergebnisse vorhergesehen, potenzielle Risiken und Effizienzen bewertet und Bewegungen geplant, noch bevor der Roboter überhaupt agiert. Das heißt, der Roboter simuliert das Ergebnis einer Bewegung, bevor er sie ausführt – das soll Fehlerquote und Ausfallzeiten senken.

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