Expertenbeitrag

 Galina  Antova

Galina Antova

Mit-Gründerin und Chief Business Development Officer , Claroty

Cybersecurity
Wie CISOs die IT-OT-Sicherheitslücke schließen können

Von Galina Antova 7 min Lesedauer

Wenn industrielle und IT-Netzwerke zusammenwachsen, darf die Sicherheit nicht vergessen werden. Die Zeit drängt: Angesichts von oftmals staatlich unterstützten Angreifern sollten Unternehmen in diesem Bereich schnell handeln.

Die Beseitigung von Komplexität, die Abstimmung von IT- und OT-Teams und die Vereinfachung der Governance sind die drei wesentlichen Faktoren, um die IT-OT-Sicherheitslücke zu schließen. (Bild:  gemeinfrei / Unsplash)
Die Beseitigung von Komplexität, die Abstimmung von IT- und OT-Teams und die Vereinfachung der Governance sind die drei wesentlichen Faktoren, um die IT-OT-Sicherheitslücke zu schließen.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Cybersecurity wird zunehmend als ganzheitliche Herausforderung verstanden, die sich weit über IT-Sicherheit hinaus bis in OT-Netzwerke erstreckt. Allerdings sind die Security-Teams vielfach zwar mit den IT-Infrastrukturen bestens vertraut, jedoch weniger mit den Eigenheiten industrieller Netzwerke. Entsprechend lassen sich bewährte IT-Sicherheitspraktiken nicht 1:1 übernehmen und in OT-Netzwerken anwenden. Außerdem fehlt es für eine schrittweise Einführung von Sicherheitspraktiken nach dem „Crawl-Walk-Run-Prinzip“, bei dem beispielsweise zunächst der Perimeter gesichert und eine physische Segmentierung implementiert wird, an Zeit und Ressourcen. Hoch professionelle Angreifer warten nicht, bis die Systeme gesichert sind, sondern schlagen zu.

Diese Situation birgt aber auch Chancen. Wir können auf diese Weise ein OT-Sicherheitsprogramm von Grund auf aufbauen. Dieses sollte uns gleichwohl ermöglichen, die bereits vorhandenen IT-Sicherheitsressourcen zu nutzen, um Produktionsumgebungen im Ernstfall schnell zu sperren. Drei Punkte sind dabei essenziell.