Emissionen Karkassen für Continental kommen vollelktrisch nach Hannover

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 1 min Lesedauer

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Weniger lokale Emissionen auf der letzten Meile: Das „ContiLifeCycle“-Werk in Hannover-Stöcken wird ab sofort zweimal am Tag per E-Lkw mit gebrauchten Reifenkarkassen aus dem Dikabo-Lager in Spelle beliefert.

Der elektrische Transport der Karkassen ist Teil einer gemeinsamen Weiterentwicklung der Logistikprozesse von der Dikabo GmbH und Continental.(Bild:  Continental)
Der elektrische Transport der Karkassen ist Teil einer gemeinsamen Weiterentwicklung der Logistikprozesse von der Dikabo GmbH und Continental.
(Bild: Continental)

Bei der geprüften Runderneuerung Marke „ContiLifeCycle“ setzt Continental bei der Versorgung seines Werks in Hannover-Stöcken auf geringere lokale Emissionen: Der Logistikdienstleister Dikabo, seit Jahren fester Logistikpartner von Continental, transportiert gebrauchte Reifenkarkassen als Teil einer gemeinsamen Weiterentwicklung der Logistikprozesse mit einem neuen vollelektrischen MAN eTGX aus seinem Lager in Spelle in die niedersächsische Landeshauptstadt. Mit der Investition in den E-Lkw habe der Logistiker seine Flotte jetzt, wie es heißt, auf einen rein elektrischen Antrieb für diese Route umgestellt. Zwei Touren täglich, rund 220 Kilometer Gesamtstrecke, vollständig ohne Verbrennungsmotor im Fahrbetrieb – das ist die neue Realität auf der Karkassen-Route zwischen Spelle und Hannover.

Die vollelektrischen Fahrten zwischen Spelle und Hannover sind fester Bestandteil unseres Ablaufs – technisch stabil, planbar und zuverlässig.

Sven Wehrmeyer, Geschäftsführer bei Dikabo

Am Standort Hannover-Stöcken betreibt Continental eines seiner zentralen Werke für die professionelle Runderneuerung von Nutzfahrzeugreifen. Im „ContiLifeCycle“-Verfahren werden gebrauchte Karkassen geprüft, aufbereitet und mit einem neuen Laufstreifen versehen – vorausgesetzt, die Karkasse erfüllt die strengen Qualitätsanforderungen von Continental.

Eine wirtschaftliche Entscheidung

Das Ergebnis ist ein Reifen, der in Leistung und Sicherheit für den gewerblichen Einsatz ausgelegt ist und entsprechende Anforderungen erfüllt. Die Kosten für Flottenbetreiber liegen dabei deutlich unter denen eines Neureifen-Kaufs – bei gleichbleibend hohem Qualitätsniveau.

Für Fuhrparkbetreiber und Flottenmanager ist die Runderneuerung vor allem eine Frage der Wirtschaftlichkeit. Eine qualitätskontrolliert runderneuerte Karkasse kostet, wie es aus Hannover heißt, „deutlich weniger als ein vergleichbarer Neureifen – ohne Abstriche bei Traktion, Laufleistung oder Sicherheit“. Die Runderneuerung trage auch zu einem schonenden Umgang mit Ressourcen bei: Nach internen Berechnungen könnten bis zu 55 Kilogramm Abfälle (Gummi, Stahl und Textilien) und bis zu 85 Prozent der Materialien gegenüber der Neuproduktion eines Reifens vermieden werden, heißt es abschließend.

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