Digitales SchweißdatenmanagementQualitätssicherung beim Roboterschweißen in Echtzeit
Von
Jürgen Schreier
3 min Lesedauer
Lückenlose Dokumentation und Qualitätssicherung beim Roboterschweißen erlaubt das digitale QM-System ewm Xnet von ewm. Die webbasierte Lösung erkennt dank der Schweißdatenerfassung und Analyse in Echtzeit sogar Parameteränderungen und kann so Fehlern vorbeugen.
Lückenlose Dokumentation und Qualitätssicherung werden beim Roboterschweißen immer wichtiger.
(Bild: ewm)
Auch die "schweißende Zunft" kommt um Industrie 4.0 nicht mehr herum. Die Unternehmen müssen ihren Betrieb durch die intelligente und produktivitätssteigernde Vernetzung von Mensch und Maschine zukunftsfähig machen.
Aufgrund dieser Überzeugung brachte ewm, Hersteller von Schweißtechnik und schweißtechnischem Zubehör, bereits vor einigen Jahren mit dem Schweißdatenmanagementsystem ewm Xnet die smarte, vernetzte Welt in die Schweißfertigung. Laut ewm erreicht man mit dieser modular aufgebauten Softwarelösung die digitale Vernetzung von Planung, Controlling und Fertigung, um die schweißtechnische Effizienz zu steigern und die Qualität der Schweißergebnisse zu verbessern.
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Das Qualitätsmanagement fürs Schweißen unterstützt, dokumentiert und analysiert den gesamten Fertigungsprozess eines Bauteils von der Arbeitsvorbereitung bis zur Nachkalkulation – vollkommen papierlos. Sämtliche Schweißdaten erfasst ewm Xnet in Echtzeit, verwaltet sie und übermittelt die Verbrauchswerte.
Dazu unterstützt die Software bei der Bauteilverwaltung, beim Erstellen von Schweißfolgeplänen und beim Zuordnen von Schweißanweisungen. Nicht zuletzt können auch Zugriffsberechtigungen individuell zugewiesen und die Prüfbescheinigungen der einzelnen Schweißer im Auge behalten werden.
Vorbereitung und Kontrolle - das A&O beim Roboterschweißen
Auch beim Roboterschweißen gewinnen lückenlose Dokumentation und Qualitätssicherung immer mehr an Bedeutung. Während beim manuellen Schweißen die persönlichen Fähigkeiten und das technische Know-how des Anwenders einen großen Einfluss auf die Qualität nimmt, spielen bei der Automation die Vorbereitung und anschließende Kontrolle eine wichtige Rolle. Um eine reibungslose Dokumentation erstellen zu können, müssen folgende Fragen beantwortet werden:
Um welchen Auftrag handelt es sich?
Welche Bauteile werden ggf. zu einer Baugruppe?
Welche WPS/WPQR (= qualifizierte Schweißanweisung) liegt dem zugrunde?
Welche Parameter wurden geschweißt (Strom, Spannung, Drahtvorschubgeschwindigkeit, Gasdurchflussmenge)?
Welchem Auftrag werden all die Information zugewiesen?
Die Schweißparametereinstellung erfolgt über eine übergeordnete Steuerung. Anschließend ist sicherzustellen, dass diese auch eingehalten werden. ewm Xnet verfolgt die Parameter über den gesamten Schweißvorgang und berichtet in Echtzeit, falls es zu Ungereimtheiten kommen sollte. Der Schweißprozess kann so, ohne dem Produkt zu schaden, beendet werden und ein Signal schaltet z.B. eine Leuchte oder einen Ton ein.
Auftragsnummern, Bauteilgruppen, Chargen, Seriennummern usw. können über die Eingabe mittels eines Industriescanners erfasst und dem Schweißvorgang zugeordnet werden. Überdies stellt das Schweißmanagementsystem Daten zu Verbrauch und Effizienz zur Verfügung. Da ewm Xnet in einer offenen SQL-Datenbank arbeitet, können verschiedene Systeme im Sinne der Digitalisierung Daten auslesen und schreiben.
Schweißgeräte beliebiger Hersteller können eingebunden werden
Die Möglichkeit von ewm Xnet, neben den ewm-Stromquellen Schweißgeräte beliebiger Hersteller in die Vernetzung einzubinden, sorgt auch in Unternehmen, die verschiedene Fabrikate in der Schweißfertigung nutzen, für Transparenz der gesamten Produktion – entsprechend der Maßgaben von Industrie 4.0.
Dabei ist ewm Xnet webbasiert und unabhängig vom Betriebssystem. Wurde das Programm einmal auf dem betriebseigenen Server aufgespielt, kann es – wie eine Website – von allen mit dem Server verbundenen Geräten aufgerufen werden. Dazu zählen festinstallierte PCs genauso wie Laptops, Tablets oder Smartphones.
Unternehmen, die ewm Xnet nutzen, erfüllen die Anforderungen der Produkthaftung und steigern ihre Qualität. Neben der Qualitätssicherung lassen sich mithilfe des Schweißmanagementsystems auch die Produktivität steigern und die Kosten senken.
Dabei helfen die Mitteilungen, die auf Wartungstermine hinweisen, genauso wie das Erfassen der Gerätedaten. Mit ihnen kann ewm Xnet Hinweise auf Unregelmäßigkeiten wie beispielsweise der Drahtförderung geben oder den notwendigen Wechsel eines Verschleißteils anzeigen.
Stand: 08.12.2025
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