Anwenderbericht 3D-Druck
Ein Quantensprung: 3D-gedruckte Elektronik beschleunigt die Innovation bei Quantensensoren an der Universität Stuttgart

Ein Gastbeitrag von Nir Sade* 5 min Lesedauer

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Was bislang nur Hightech-Laboren vorbehalten war, soll dank additiver Fertigung bald auch in kleinerem Maßstab möglich sein: extrem empfindliche Sensoren für Medizin, Navigation oder erneuerbare Energien. Die QSens-Initiative zeigt, wie 3D-Druck und Quantentechnologie zusammenfinden und eine neue Ära der Forschung einläuten.

AME revolutioniert die Produktion von MRT-Spulen - Kostensenkung, Leistungssteigerung und kundenspezifische Designs.(Bild:  Universität Stuttgart)
AME revolutioniert die Produktion von MRT-Spulen - Kostensenkung, Leistungssteigerung und kundenspezifische Designs.
(Bild: Universität Stuttgart)

Auch dank ihrer Empfindlichkeit stehen Quantensensoren kurz davor, verschiedenste Bereiche zu revolutionieren – von der Medizintechnik über autonome Navigation bis zu erneuerbaren Energien. Diese Sensoren repräsentieren den neuesten Stand der Quantentechnologie und ermöglichen Messungen, die sich den theoretischen Sensitivitätsgrenzen annähern. Ihre Entwicklung und Nutzung erfordern jedoch oft hochentwickelte Ausrüstung und Ressourcen, über die viele Universitäten und Forschungslabors nicht verfügen.

Die BMBF-Initiative Cluster4Future QSens treibt hier einen grundlegenden Wandel voran; mit dem Ziel, die Kluft zwischen akademischer Forschung und industrieller Anwendung zu überbrücken. Durch den Einsatz additiv gefertigter Elektronik (Additively Manufactured Electronics, AME) entwickelt QSens skalierbare, kostengünstige Quantensensoren für eine Vielzahl von Anwendungsbereichen. Damit wird der Zugang zu moderner Quantentechnologie demokratisiert und die Innovation in der Sensortechnologie entscheidend gefördert.