Wetware Computing
Computer laufen jetzt mit echten Gehirnzellen

Von Dipl. Betriebswirt Otto Geißler 5 min Lesedauer

In Biocomputern verschmelzen aus Stammzellen gewonnene Neuronen mit speziellen Siliziumchips. Daraus entstehen sensationelle Vorteile im Hinblick auf Energieeffizienz, adaptives Lernen und natürlicher Anpassungsfähigkeit.

Die Integration biologischer Elemente optimiert Prozesse wie Entscheidungsfindungen in unvorhersehbaren Umgebungen, mit denen die künstliche Intelligenz bislang zu kämpfen hat. (Bild:  frei lizenziert / KI-generiert /  Pixabay)
Die Integration biologischer Elemente optimiert Prozesse wie Entscheidungsfindungen in unvorhersehbaren Umgebungen, mit denen die künstliche Intelligenz bislang zu kämpfen hat.
(Bild: frei lizenziert / KI-generiert / Pixabay)

Mit dem CL1 hat das australische Biotech-Startup Cortical Labs den ersten weltweit erhältlichen Biocomputer vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein biologisches Computersystem, auch Wetware Computing oder Dishbrain genannt, das lebende menschliche Neuronen mit Silizium-Hardware kombiniert, um dynamische neuronale Netze zu erzeugen.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Prozessoren, die auf festen elektronischen Schaltungen basieren, ermöglicht die sogenannte Synthetische Biologische Intelligenz, kurz SBI, ein wesentlich effektiveres, flexibleres und lernfähigeres Computing-Framework.