Die EMO erklärt AI

Künstliche Intelligenz wird von der Black Box zum Aha-Erlebnis

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Der gelungene KI-Brückenschlag von der Forschung zur Praxis

Wie KI in der Produktion eingesetzt wird, zeigen dann Demonstratoren aus dem Forschungsnetzwerk „ProKI“, wie es weiter heißt. Das ist ein Zusammenschluss von acht deutschen Universitätsinstituten, der KMU bei der Einführung von KI in der Produktion Hilfe leisten soll. Das ursprünglich vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt wird seit 2025 von der WGP (Wissenschaftliche Gesellschaft für Produktionstechnik) getragen. Der „AI Hub@EMO2025“ schlägt mit Blick auf die gesellschaftliche Durchdringung von KI, die Brücke zwischen universitärer Forschung und industrieller Anwendung, wie Prof. Jürgen Fleischer, Institutsleiter Maschinen, Anlagen und Prozessautomatisierung am Institut für Produktionstechnik (WBK) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) sagt. Er ist übrigens einer der Sprecher von „ProKI“ in der WGP. Und die Berliner WGP-Forscher vom Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb (IWF) zeigen, wie die Bildsegmentierung von Entladekratern aus funkenerosiven Prozessen (EDM) mithilfe des Segment Anything Models (SAM) funktioniert. Das Vorgehen birgt viel Potenzial für Qualitätssicherung und Automatisierung – ohne vorheriges Training, wie man betont.

Synthetische Bilddaten schulen neuronale Netzwerke

Und das Team vom WBK bringt übrigens zwei Exponate mit zur EMO 2025. Es handelt sich dabei um einen bildbasierten Zahnradidentifikator zur Qualitätsprüfung und um die KGT-Cam zur Zustandsüberwachung von Kugelgewindetrieben. Bei die Entwicklung der Demonstratoren wurden insbesondere KMU eingebunden. Dann tritt auch noch eine Forschergruppe des Werkzeugmaschinenlabors (WZL) der RWTH Aachen auf, die eine Möglichkeit für die Through Hole Technology mitbringt. Bei dieser trainieren synthetische Bilddaten neuronale Netze, wodurch diverse Bauteile sicher erkannt werden können, wie es heißt. Das gilt als eine Basis für die flexible Automatisierung bei hoher Variantenvielfalt. Diese Beispiele sollen laut VDW verdeutlichen, dass Bildverarbeitung in der Qualitätssicherung zwar längst etabliert sei, aber die KI den Rahmen der Möglichkeiten erheblich erweitere, was von der Inline-Inspektion über adaptive Prozessregelungen bis hin zur zustandsorientierten Instandhaltung angewendet werden könne.

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