AM-Patente
Additive Fertigung in Deutschland: Wachstumschancen durch geistiges Eigentum

Eine Analyse von Ilja Rudyk* 5 min Lesedauer

Deutschland ist einer der weltweiten Technologieführer im Bereich der additiven Fertigung. Auf diesem dynamischen Feld können einige bewährte Managementpraktiken des geistigen Eigentums den Innovatoren helfen, aus den Labors auf den globalen Markt zu gelangen.

Deutschland: Land der Dichter und Denker – und AM-Patente?(Bild:  frei lizenziert / Unsplash)
Deutschland: Land der Dichter und Denker – und AM-Patente?
(Bild: frei lizenziert / Unsplash)

Statistiken des Deutschen und des Europäischen Patentamtes (DPMA und EPA) zeigen, dass die Anzahl der Patentanmeldungen von deutschen Firmen und Erfindern von 47.591 im Jahr 2013 auf 37.194 im vergangenen Jahr und beim EPA im gleichen Zeitraum von 26.510 auf 24.684 gesunken ist. Jedoch scheint die Entwicklung bei additiver Fertigung (engl. additive manufacturing; AM), auch 3D-Druck genannt, diesem Trend entgegenzuwirken. Zwischen 2013 und 2020 hat sich der Patentierungsbeitrag Deutschlands zur additiven Fertigung verfünffacht! Laut einer aktuellen Studie des EPA war Deutschland mit einem Anteil von 13.4 Prozent aller internationalen Patentfamilien (IPF) zwischen 2001 und 2020 ein Innovationstreiber bei additiver Fertigung.

Das sind positive Nachrichten, vor allem, da laut aktuellen Prognosen der Markt für additive Fertigung von derzeit knapp 20 Milliarden USD bereits in 5 Jahren auf über 50 Milliarden USD anwachsen soll.