Expertenbeitrag

 Daniel Nill

Daniel Nill

CEO, Turbine Kreuzberg

Geschäfte mit Sensordaten
Wie IOTA und Co. Daten monetarisieren

Von Daniel Nill 3 min Lesedauer

Big Data gehört zum Basisvokabular von Innovationsexperten. Dennoch gibt es im Kontext von Industrie 4.0 bislang wenige Beispiele aus der Praxis, in denen Daten erfolgreich monetarisiert werden. Plattformen wie IOTA und Streamr zeigen, wohin die Reise gehen kann.

Über Datenmarktplätze können Unternehmen ihre Sensordaten Dritten zugänglich machen. So entstehen völlig neue digitale Ökosysteme.(Bild:  Clint Adair via Unsplash)
Über Datenmarktplätze können Unternehmen ihre Sensordaten Dritten zugänglich machen. So entstehen völlig neue digitale Ökosysteme.
(Bild: Clint Adair via Unsplash)

Sensordaten ermöglichen es, die Funktionalität von Maschinen und Maschinenteilen noch schneller und effizienter zu gewährleisten. Einmal erhoben, werden die Sensordaten gespeichert – in der Regel dann aber nicht zielgerichtet weiter genutzt. Der Gedanke, sie extern zugänglich zu machen, löst in Unternehmen oft Bedenken aus. Wer Daten teilt, lässt sich – vermeintlich – in die Karten schauen. Aber: Daten Dritten direkt oder indirekt zugänglich zu machen, birgt auch das Potenzial eines eigenen Geschäftsmodells in sich – und öffnet das Spielfeld für Ideen außerhalb tradierter Strukturen.

Daten verkaufen – aber wie?

Über Datenmarktplätze wird es möglich, dass sich ganz neue digitale Ökosysteme bilden, die durch eine exklusive Nutzung des originären Dateninhabers nicht entstehen könnten. Ganze Geschäftsmodelle junger Digitalunternehmen bauen auf der Analyse externer Daten auf. Es können sogar ganz unterschiedliche Datensätze miteinander verknüpft und ausgewertet werden. Solange die Daten, wie im Falle von Sensordaten, nicht personenbezogen bzw. anonymisiert worden sind, ist der Bereitstellung für Dritte kaum Grenzen gesetzt. Die große Herausforderung besteht in der Modellierung und technischen Umsetzung passender Marktplatzstrukturen.

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