Blick in die Zukunft
Wie datenbasierte Prognosen die Produktion vereinfachen

Ein Gastbeitrag von Dr. Peter Gabriel* 4 min Lesedauer

Die Zukunft vorherzusagen ist ein Wunschtraum, der zumindest in der Produktion mit passenden Technologien ein Stück weit Realität wird. So können beispielsweise Lieferengpässe früh erkannt oder Prozesse effizienter geplant werden. Dafür benötigen Unternehmen jedoch keine Glaskugel.

Ein KI-gestützter Blick auf digitale Daten kann bereits genügen, um zukünftige Entwicklungen zu antizipieren.(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
Ein KI-gestützter Blick auf digitale Daten kann bereits genügen, um zukünftige Entwicklungen zu antizipieren.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Mithilfe von Datenanalysen können produzierende Unternehmen Vorhersagen für alle Abschnitte der Wertschöpfungskette treffen. Dadurch werden nicht nur effizienzsteigernde Entscheidungen möglich, sondern auch präventive Maßnahmen. So können Prozesse bereits im Vorfeld angepasst und mögliche Komplikationen oder Verzögerungen vermieden werden. Mithilfe von KI und unternehmensübergreifenden Datenplattformen gewinnen die Prognosen noch einmal deutlich an Qualität. Entsprechend hoch ist die wirtschaftliche Relevanz von Prognosen auf Basis von Künstlicher Intelligenz. Aus diesem Grund haben sich drei Projekte der durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geförderten Technologieprogramme Smarte Datenwirtschaft und KI-Innovationswettbewerb mit jeweils unterschiedlichen Anwendungsszenarien auseinandergesetzt und machen dadurch die Kunst der Zukunftsvorhersage für die Produktion noch leichter.

Maschinenausfälle durch Predictive Maintenance minimieren

Predictive Maintenance, also vorausschauendes Instandhaltungsmanagement, ist ein Schlüsselthema, wenn es darum geht, die Produktion der Zukunft effizienter zu gestalten. Dadurch kann zum Beispiel der Maschinenverschleiß besser prognostiziert werden, sodass Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten nicht nur zu starren Terminen, sondern bedarfsgerecht ausgeführt werden können. Auch Ausfallzeiten lassen sich damit verringern oder gar gänzlich vermeiden. Erst im letzten Jahr bestätigte eine Studie der Management- und Technologieberatung Bearing Point erneut, dass durch Predictive-Maintenance-Technologien bis zu 18 Prozent der Anlagenstillstandszeiten und bis zu 17 Prozent der Wartungs- und Servicekosten eingespart werden können – eine massive Effizienzsteigerung.