Expertenbeitrag

Dipl.-Ing. Annedore Bose-Munde

Dipl.-Ing. Annedore Bose-Munde

Fachredakteurin für Wirtschaft und Technik, Professionelle Kommunikation

METAV 2020
Werkzeugdaten als Basis für Industrie-4.0-Lösungen

Von Dipl.-Ing. Annedore Bose-Munde 6 min Lesedauer

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Präzisionswerkzeuge haben in der digitalen Produktion eine Schlüsselfunktion. Die passgenaue Einbindung in die Produktionsabläufe und die gezielte Verarbeitung der Werkzeugdaten sind die Basis für zukunftsfähige Industrie 4.0-Lösungen.

METAV 2020 (10. bis 13. März in Düsseldorf) zeigt den praktischen Nutzen von Digitalisierung und Automatisierung in der Werkzeugbereitstellung.(Bild:  Messe Düsseldorf / ctillmann)
METAV 2020 (10. bis 13. März in Düsseldorf) zeigt den praktischen Nutzen von Digitalisierung und Automatisierung in der Werkzeugbereitstellung.
(Bild: Messe Düsseldorf / ctillmann)

Die Digitalisierung der Produktionsprozesse spielt für jedes Unternehmen, das erfolgreich am Markt agieren möchte, eine wichtige Rolle. Da das Werkzeug mit seinen spezifischen Daten in der zerspanenden Bearbeitung ein wesentlicher Bestandteil der Prozesskette ist, muss es sich ins digitale Produktionsumfeld einpassen. „Dazu gehört, dass alle digitalen Möglichkeiten konsequent implementiert werden – vom Werkzeug an sich über die Werkzeugaufnahme inklusive Spannvorgang und Wuchten bis hin zur Werkzeugvoreinstellung und zum Einsatz auf der Maschine“, fasst Andreas Haimer, Geschäftsführer der Haimer GmbH, Igenhausen, das Spektrum zusammen.

Ein wichtiger Ansatz sei in diesem Zusammenhang das digitale Serviceangebot der Werkzeughersteller für ihre Kunden, zum Beispiel, dass sämtliche Werkzeugdaten online abrufbar sind. Entscheidend ist laut Haimer außerdem eine Toolmanagement-Lösung, die einen digitalen Workflow der Werkzeugdaten ermöglicht. Das heißt: Die Software muss in der Lage sein, das komplette Werkzeugumfeld – Schrumpfen, Wuchten, Voreinstellen – in den digitalen Prozess einzubinden und automatisierbar zu machen.