3D-Druck-Kolumne // Juni
Verarscht beim 3D-Druck? Warum das vielen Unternehmen passiert

Von Johannes Lutz 4 min Lesedauer

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Der 3D-Drucker steht, doch es gibt ständig Probleme mit der Prozesssicherheit und Versprechen wurden nicht eingehalten. Das Thema ist in den Unternehmen tot, bevor es richtig losging. Warum ist das so, worin liegt die Ursache und wie kommt es doch noch zum Happyend?

Nicht eingelöste Werbeversprechen und weitere Ärgernisse sorgen in Unternehmen oft für verbrannte Erde rings um das Thema 3D-Druck, noch bevor die Technologie überhaupt eine echte Chance hatte, von sich zu überzeugen.(Bild:  3D Industrie GmbH)
Nicht eingelöste Werbeversprechen und weitere Ärgernisse sorgen in Unternehmen oft für verbrannte Erde rings um das Thema 3D-Druck, noch bevor die Technologie überhaupt eine echte Chance hatte, von sich zu überzeugen.
(Bild: 3D Industrie GmbH)

Auf der Webseite des Industriebetriebs steht „Kompetenz in additiver Fertigung“, es sind Bilder vom 3D-Drucker und Beispielbauteilen zu sehen, Materialien werden genannt und es wird damit geprahlt, in eine neue Technologie eingestiegen zu sein. So denkt man von außen schnell, hier ist ein Unternehmen sehr erfolgreich beispielsweise in die additive Serienfertigung eingestiegen und hat alles richtig gemacht.

Schaut man genauer hin, ist es jedoch ein Low-Budget-FFF-3D-Drucker aus Asien mit einem Obsttrockner zum Aufbereiten des Filaments. Die Düse ist verstopft, das Starterpaket PLA in lila ist noch geladen und auf der Bauplattform sind noch Rückstände von Stückmaterial; alles überzogen von einer dicken Staubschicht, weil man seit 4 Monaten auf die Rückmeldung vom Supportticket wartet.