EU AI-Act „Europa braucht KI, die in der Industrie skaliert – nicht doppelte Regeln“

Quelle: Pressemitteilung 1 min Lesedauer

Holger Lösch betont in seinem Kommentar zum EU AI-Act die Notwendigkeit einer KI-Regulierung ohne Doppelstrukturen. Er fordert klare Abgrenzungen und praxistaugliche Fristen.

Holger Lösch, stellvertretender BDI-Hauptgeschäftsführer.(Bild:  BDI)
Holger Lösch, stellvertretender BDI-Hauptgeschäftsführer.
(Bild: BDI)

„Die Zeit läuft ab: Während andere Regionen KI längst in Fabriken, Fahrzeugen und Robotik skalieren, diskutiert Europa noch über Zuständigkeiten und Papierpflichten. Kommission, Parlament und Rat müssen sich in den Verhandlungen jetzt auf eine Entlastung für industrielle KI verständigen – keine Doppelregulierung, praxistaugliche Fristen, EU-weit einheitliche Umsetzung.

Im Moment erleben wir ein fundamentales Missverständnis: Industrielle KI wird regulatorisch zu oft so behandelt, als ginge es um generische Consumer-Anwendungen. Das führt zu Doppelregulierung, Rechtsunsicherheit und Bremsspuren bei Investitionen – genau dort, wo Europa jetzt Tempo und Skalierung braucht.

Für KI in physischen Systemen – von der Fertigungsrobotik bis zu autonomen Logistiklösungen – braucht es klare Leitplanken statt ein zweites Prüfregime: saubere Abgrenzung zum Produktrecht, keine parallelen Dokumentations- und Konformitätspflichten, EU-weit einheitliche Auslegung. Nur so kann Europa Vertrauen in Sicherheit schaffen – und gleichzeitig im globalen KI-Wettlauf aufholen.

KI in Maschinen und Robotik muss klar dem bestehenden EU Produkt- und Sicherheitsrecht zugeordnet werden – ohne ein paralleles zweites AI-Act Prüf- und Dokumentationsregime. Daher sind in der Maschinenrichtlinie regulierte Anwendungen aus dem AI-Act herauszunehmen. Die Verlängerung der Übergangsfristen ist ein zentrales Element der Verhandlungen und darf durch die engen Timelines nicht zum politischen Druckmittel werden.“

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