Smart Parking
Smarte Sensorik gegen den Parkplatzfrust

Von Rainer Schlösser* 5 min Lesedauer

Die Parkplatzsuche in der Stadt kostet häufig Zeit, Sprit und Nerven. Ein Aachener Startup hat eine intelligente Sensorlösung entwickelt, die den innerstädtischen Parkraum digitalisieren kann, ohne dass eine aufwendige Installation nötig ist.

Smarte Sensorik kann die Parkplatzsuche für Autofahrer deutlich erleichtern. Mit den gesammelten Daten können verfügbare Parkplätze, die Auslastung und Wartezeiten angezeigt werden.(Bild:  S O NAH)
Smarte Sensorik kann die Parkplatzsuche für Autofahrer deutlich erleichtern. Mit den gesammelten Daten können verfügbare Parkplätze, die Auslastung und Wartezeiten angezeigt werden.
(Bild: S O NAH)

Im Entladebereich eines Recyclinghofes in Duisburg ist Samstagnachmittag viel los. Die Bürger stellen ihre Autos in markierten Zonen ab und entsorgen ihre Abfälle in entsprechenden Containern. Das hat allerdings auch einen Haken: Sind alle Stellplätze in der Entladezone belegt, bildet sich ein Rückstau quer über das Gelände des Hofs. Doch das hat sich jetzt geändert.

Überkopf-Sensorik für die Parkplatzsuche

Laut einer Kundenbefragung der Wirtschaftsbetriebe Duisburg ist die Wartezeit eines der größten Ärgernisse auf Wertstoffhöfen. Optische Sensoren schaffen hier jetzt Abhilfe: Das Aachener Startup S O NAH hat auf einem der Duisburger Recyclinghöfe vier optische Sensoren sowie einen Umweltsensor an Laternenmasten installiert. Die Überkopf-Sensoren erfassen alle Fahrzeuge auf dem dreispurigen, 50 Meter langen Anfahrtsweg sowie den 30 Entladezonen. Ein Algorithmus in der integrierten Sensorplattform ermittelt Auslastung und Entladedauer. Der Umweltsensor misst Temperatur und Niederschlag, um eine Korrelation zwischen Wetter und Besucherzahl herzustellen. Aus diesen Daten, sowie der zuvor gemessenen Zeit vom Einfahren auf den Hof bis zur Einlasskontrolle, ermittelt eine Software die voraussichtliche Wartezeit für freie Stellplätze auf dem Wertstoffhof. Die Wirtschaftsbetriebe stellen den Duisburger Bürgern diese Info anschließend per App und auf ihrer Website zur Verfügung. Stau auf dem Recyclinggelände soll so der Vergangenheit angehören.