Nicht aufhalten lassen! Siemens-Chef fordert Vollgas bei KI-Entwicklung

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Siemens-Konzernchef Roland Busch fordert die EU zu einem höheren Tempo bei der Zulassung neuer KI-Technologien auf. Regulierungen dürften das nicht ausbremsen ...

Der Siemens-Chef Roland Busch hält künstliche Intelligenz für einen ganz wichtigen Faktor, um in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben. Deshalb kritisiert er Regulierungsmaßnahmen der EU, die Europa in Sachen KI nur zum Schlusslicht der Welt machen würden ...(Bild:  Siemens)
Der Siemens-Chef Roland Busch hält künstliche Intelligenz für einen ganz wichtigen Faktor, um in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben. Deshalb kritisiert er Regulierungsmaßnahmen der EU, die Europa in Sachen KI nur zum Schlusslicht der Welt machen würden ...
(Bild: Siemens)

Roland Busch weist mit Blick auf die Regulierungsfreudigkeit der EU darauf hin, wie lange es dauert, bis ein „AI Act“ oder „Data Act'“ verabschiedet wird. -Da könnten vielleicht zwei Jahre ins Land gehen. In dieser Zeit können sich laut Busch die KI-Modelle bereits sechs- oder achtmal weiterentwickelt haben. Bis die Verordnung dann tatsächlich in Kraft trete, habe sich die entsprechende KI-Technologie oft schon in eine ganz andere Richtung bewegt. Busch kritisiert: „Wir hinken stets hinter anderen her!“ Auch gegen umfassende Zölle der Europäischen Union gegen China sprach sich Busch aus: „Es mag Gründe für wenige, gezielte Zölle geben, doch man muss äußerst vorsichtig dabei sein, nicht etwa mangelnde Wettbewerbsfähigkeit zu schützen! Denn das rächt sich!“ Die europäischen Handelsprobleme mit China sind seiner Meinung nach nämlich nicht ausschließlich auf unfaire Handelspraktiken zurückzuführen. „

Roland Busch glaubt nicht wirklich an eine „KI-Blase“

Die Wahrheit ist vielmehr, dass wir es in China mit sehr leistungsfähigen Wettbewerbern zu tun haben! Mit starken Ingenieuren und engagierten Teams, die innovative Produkte entwickeln und neue Technologien – einschließlich KI– rasch adaptieren“, macht Busch in diesem Zusammenhang klar. Das sei einfach die neue Wettbewerbslandschaft, die man zunächst anerkennen müsse, um dann entsprechend zu reagieren. Siemens hatte zuletzt von der hohen Nachfrage im Zusammenhang mit Rechenzentren für künstliche Intelligenz profitiert – insbesondere in den USA. Der Siemens-Chef sagte dazu im Rahmen der Vorlage des Konzernergebnisses für das dritte Quartal, dass das Momentum aus diesem Bereich wohl auch im kommenden Jahr und darüber hinaus anhalten wird. Die Gefahr, dass eine „KI-Blase“ drohe, halte Busch für eher niedrig.

Siemens-Chef hält KI für einen Segen mit vielen Vorteilen

„Was wir derzeit erleben, ist die größte Wette der Geschichte auf Technologie“, kommentierte er in dem Interview, dass die Welt am Sonntag und andere europäische Zeitungen der Leading European Newspaper Alliance (Lena) veröffentlichte. Aber es handelt sich Dabei eben nicht um eine Blase, die auf geliehenem Geld basiert. Ein Großteil der Mittel stamme von Unternehmen, die einen erheblichen Cashflow erwirtschafteten. Busch ist sich deshalb auch sicher, dass sich die Investitionen in die künstliche Intelligenz lohnen werden: „Die ersten positiven Effekte sehen wir bereits!“ KI wird die Märkte definitiv positiv verändern, so seine Prognose. Effizienz und Effektivität würden dabei gesteigert, Ressourcen geschont und Innovationen beschleunigt.

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