Digitalisierung

Sechs digitale Trends für die Fertigungsindustrie

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4. Immer auf dem Laufenden: Was befindet sich wann wo?

Die optimale Nutzung des Lagerbestands setzt voraus, dass Hersteller über genaue und aktuelle Daten zu allen Beständen verfügen. Dazu kann das Internet der Dinge beitragen. Dauerhafter Bestand ist genau zu erfassen, und Transitbestand muss wertsteigernd eingesetzt und in Echtzeit nachverfolgt werden. Nicht weniger wichtig ist es für Hersteller, für Ausnahmen und Störungen gewappnet zu sein. So können sie auf kurzfristige Prognosen verzichten und unmittelbar auf die Nachfrage reagieren, eine Fähigkeit, die heute als „Resilienz“ bezeichnet wird.

Die wesentlichen Bausteine der Resilienz, nämlich das Risikomanagement für die Lieferkette und das Qualitätsmanagement für das Unternehmen, werden 2016 durch den 3-D-Druck ergänzt. Diese Technik lässt sich für eine innovative Verzögerungsstrategie nutzen, indem nachgefragte Produkte so spät wie möglich hergestellt werden, was letztendlich den Gesamtwert der Lagerhaltung steigert.

5. Innovation durch Kooperation – Partner mit Bedacht einbinden

Bei der Qualität von Dienstleistungen setzen Hersteller bereits seit geraumer Zeit auf ihre Zulieferer. Von 2016 an werden sie ihre Partner einsetzen, um auch Innovationen für Produkte und Services zu entwickeln, mit denen die Kundenorientierung verstärkt, der operative Betrieb verbessert und die Lieferkette stabilisiert wird. Voraussetzung hierfür ist nicht nur ein tieferes strategisches Verständnis der Alleinstellungsmerkmale und der Kapazitäten, sondern auch die Erkenntnis, welche Aufgaben eine Gruppe aus Partnern und das Unternehmen gemeinsam schultern können.

Auf diesem Wege werden Hersteller ihre Lieferketten in Liefernetze verwandeln, deren Partner eng miteinander verwoben sind, gemeinsam Innovationen entwickeln und sowohl auf taktischer als auch auf strategischer Ebene zusammenarbeiten, um gemeinsam Werte zu schaffen und zu verteilen.

6. Schutz des Eigentums

Wie aus einer Analyse des Online-Markenschutzspezialisten Netnames hervorgeht, nehmen Produktfälschungen Jahr für Jahr um 15 Prozent zu und kosten Hersteller bereits heute nicht weniger als 1,8 Mrd. Dollar (ca. 1,67 Mrd. Euro) in Form entgangener Einnahmen. Gegenüber früheren Jahren wird der Schutz geistigen und sachlichen Eigentums im Jahr 2016 überragende Bedeutung gewinnen, denn die digitale Vernetzung der Hersteller und ihrer Partner nimmt zu. Erfolgreiche Zusammenarbeit setzt den Austausch von Daten voraus.

Doch viele Hersteller werden vor extrem schwierige Entscheidungen gestellt werden, um Pläne und technologische Erfindungen vor Produktpiraterie oder Diebstahl seitens der Lieferanten zu schützen.

Die Hersteller werden Maßnahmen ergreifen, um die Produktion sowie die Teile- und Materialbestellungen ihrer Partner zu überwachen, und sie werden sich gemeinsam um die Nachverfolgbarkeit zertifizierter Produkte bemühen, um die Herkunft gefälschter Produkte rasch aufzudecken. Bislang hat es kaum ernsthafte Bemühungen in diese Richtung gegeben.

„Der digitale Wandel ist in der gesamten Fertigungsbranche erkennbar, und die neuen Initiativen und Auswirkungen dieser Veränderung werden 2016 oberste Priorität erlangen“, zieht Rileys Bilanz.

Dieser Artikel ist zuerst bei unserer Schwesterpublikation elektrotechnik erschienen.

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