Podcast-Appell Reset im 3D-Druckmarkt! Abschied vom Hype, zurück zur Ehrlichkeit

Quelle: 3D Industries 2 min Lesedauer

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In der aktuellen Folge des „Next Gen AM“-Podcasts nehmen Johannes Lutz und Torsten Wolschendorf, wie versprochen wird, kein Blatt vor den Mund, was in Sachen additiver Fertigung wirklich Sache ist.

Experten klären auf! In der aktuellen Folge des „Next Gen AM“-Podcasts von 3D Industries reden Johannes Lutz (rechts) und Torsten Wolschendorf Tacheles, wenn es um die einstigen Versprechen zu den Vorteilen des 3D-Drucks und der aktuellen Wirklichkeit geht ...(Bild:  3D Industries)
Experten klären auf! In der aktuellen Folge des „Next Gen AM“-Podcasts von 3D Industries reden Johannes Lutz (rechts) und Torsten Wolschendorf Tacheles, wenn es um die einstigen Versprechen zu den Vorteilen des 3D-Drucks und der aktuellen Wirklichkeit geht ...
(Bild: 3D Industries)

Unter dem Titel „Reset im 3D-Druckmarkt“ analysieren die Gesprächspartner mit bemerkenswerter Offenenheit die gegenwärtige Lage der additiven Fertigung – und zeichnen ein Bild, das sowohl zum Nachdenken als auch zum Handeln anregt. Denn was ist passiert mit dem einst so gefeierten 3D-Druck? Die Hosts beschreiben eine Branche, die sich nach Jahren des technologischen Überschwangs in einer Phase der Ernüchterung befindet. Der Innovationsmotor stottere, viele Versprechen der Vergangenheit hätten sich nicht erfüllt. Statt disruptiver Durchbrüche dominierten heute Stillstand und Unsicherheit. Die Folge ist in kollektives Innehalten – ein „Reset“, wie es die beiden demnach treffend nennen. Lutz und Wolschendorf kritisieren die anhaltende Diskrepanz zwischen Marketing und Realität. Denn zu lange habe sich die Branche auf Superlative verlassen, die da hießen „schneller, größer, innovativer“. Doch diese Botschaften greifen nicht mehr, sagen die Kenner der Szene. Heute zähle nicht mehr der technologische Wow-Effekt, sondern der konkrete Nutzen. Wirtschaftlichkeit, Prozessintegration und echte Antworten auf Probleme rückten deshalb in den Vordergrund.

Weg von Verkaufsversprechen, hin zu Partnerschaft

Denn ein gedrucktes Bauteil ohne erhofften Nutzwert oder Funktion ist im Prinzip nur ein nettes Anschauungsobjekt. Deshalb fordern die beiden einen Paradigmenwechsel, der weg vom reinen Produktverkauf zur partnerschaftlichen Begleitung der Kunden, die einen Drucker angeschafft haben, führen sollte. Denn dieser Weg sei nicht nur ethisch sondern auch wirtschaftlich sinnvoll, die im Rahmen des Podcasts erklärt wird. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die additive Fertigung zu lange in der Welt der Forschung und bei Nischenanwendungen verharrt. Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik – ja, dort funktioniert 3D-Druck, heißt es weiter. Doch der industrielle Mittelstand, insbesondere der Maschinenbau, warte noch immer auf tragfähige Konzepte für die benötigte Serienfertigung. Die Hosts fordern deshalb eine Rückbesinnung auf die Basics. Das heißt, Prozesse stabilisieren, Anwendungen realistisch bewerten, Ergebnisse messbar machen. Diese Podcast-Folge ist also mehr als ein kritischer Rückblick – sie ist ein leidenschaftlicher Appell an alle Akteure der Branche.

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