3D-Druck Recycelte Baustoffe additiv fertigen

Quelle: Voxeljet 2 min Lesedauer

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Voxeljet und das österreichische Start-Up Parastruct haben kreislauffähige Reststoffe aus der Bauwirtschaft erfolgreich im Binder Jetting Verfahren additiv gefertigt. Solche Formteile können beispielsweise für den Kaltguss von Beton oder für Laminierverfahren verwendet werden.

Das Ecomould-Material wurde auf einer VX200 von Voxeljet untersucht - einem speziell für Forschungs- und Entwicklungszwecke entwickelten 3D-Drucksystem.(Bild:  Voxeljet)
Das Ecomould-Material wurde auf einer VX200 von Voxeljet untersucht - einem speziell für Forschungs- und Entwicklungszwecke entwickelten 3D-Drucksystem.
(Bild: Voxeljet)

Die Parastruct GmbH ist ein Unternehmen mit Sitz in Innsbruck, Österreich. Sie haben mit Ecomould ein Materialset entwickelt, dass aus biogenen Produktionsrestmassen aus der Bauindustrie und einem mineralischen Binder besteht. Damit bietet das Unternehmen eine nachhaltige Lösung für den kreislauffähigen Formenbau. Prognosen schätzen die jährliche Wachstumsrate des Marktes für recyceltes Überschussmaterial bis 2025 auf sieben bis neun Prozent. Steigende rechtliche Verbindlichkeiten und Kundenanforderungen im Rahmen von Corporate Social Responsibility (CSR) Strategien, fördern das Interesse und den Bedarf nach nachhaltigen Wertschöpfungslösungen. Zusammen mit Voxeljet haben sie nun dieses Ecomould Materialset im Binder Jetting 3D-Druck erfolgreich auf einer VX200 von voxeljet untersucht - einem speziell für Forschungs- und Entwicklungszwecke entwickelten 3D-Drucksystem. Mittels 3D-Druck führt Parastruct somit ungenutzte, mineralische Schüttgüter wie Produktionsrestmassen aus der Bauwirtschaft und biogene Ressourcen wie Holzmehl oder Sägespäne zurück in den Wertschöpfungsprozess.

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Nachhaltigkeitsziele einfacher umsetzen

Mittels Binder Jetting können mit Ecomould Formteile hergestellt werden, die beispielsweise für den Kaltguss von Beton und Keramik für innenarchitektonische Objekte oder für Laminierverfahren geeignet sind. Für Unternehmen ergibt sich daraus sowohl ein Einsparpotenzial durch den Wegfall von Entsorgungskosten - die bei Bauschutt zwischen 75 bis 100 €/t und bei Holz zwischen 70 bis 180 €/t liegen können - als auch die Optimierung der Gesamtprofitabilität durch reduzierte Ressourcenaufwendungen. Ecomould weist mit -108,3 kg CO2 pro 1m² Formfläche eine weitaus geringere CO2-Bilanz aus, als konventionell gefertigte Sand-Phenolharz-Formen. Nachhaltigkeitszile lassen sich damit einfacher umsetzen.

Buchtipp

Das Buch "Additive Fertigung" beschreibt Grundlagen und praxisorientierte Methoden für den Einsatz der additiven Fertigung in der Industrie und unterstützt Konstrukteure und Entwickler dabei, additive Verfahren erfolgreich in ihren Unternehmen zu implementieren.

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Kreislaufwirtschaft additiv gedacht

Die mittels Ecomould hergestellten Formen können nach ihrer Lebenszeit zerkleinert und als Partikelmaterial erneut dem 3D-Drucker zugeführt werden. Als Beschichtung kann eine Kunststoffbeschichtung dienen, die einmalig aufgetragen wird und nach der Lebenszeit ebenfalls entfernbar ist. Bei einer zweiten Verwendung des Ecomould Materials reduziert sich der CO2-Fussabdruck weiter.

Interessierte Partner zur Weiterentwicklung gesucht

Die Binder Jetting 3D-Drucktechnologie von Voxeljet eignet sich besonders für die Verarbeitung von Ecomould, da es sich bei den 3D-Druckern um Open-Source Systeme handelt, deren Druckparameter flexibel an unterschiedliche Materialsets angepasst werden können. Darüber hinaus verfügt Voxeljet über ein breites Druckerportfolio, mit Baugrößen von derzeit bis zu 4 x 2 x 1 m. was eine einfache Skalierung der mit Ecomould gefunden Ergebnisse auf größere, produktivere 3D-Drucker verspricht.

Für die Weiterentwicklung des Verfahrens, werden aktuell interessierte Parteien gesucht, die die Transformation einer nachhaltigeren Bauwirtschaft in einem möglichen Förderprojekt gemeinsam voranbringen wollen.

Dieser Beitrag ist ursprünglich auf unserem Partnerportal konstruktionspraxis erschienen.

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