Arbeitsplatzplanung

Mit virtuellem Cardboard Engineering flotter zum idealen Arbeitsplatz

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Virtuelles Cardboard Engineering spart viel Material und Zeit

Der Workshop mit Item, Sanner und Halocline dauerte lediglich einen halben Tag, wie man betont. Zunächst wurden die Ziele definiert. Dann erhielt jeder Teilnehmer die Möglichkeit, die VR-Brille aufzusetzen und sich in die virtuelle Welt zu begeben. Denn VR müsse man erlebt haben, um Größen und Dimensionen fassen zu können. Es gelte also, erst einmal ein Gefühl für die virtuelle Welt zu bekommen. In der Konzeptplanung entstanden dann sechs verschiedene Varianten für den Arbeitstisch. Dazu wurden alle notwendigen Objekte und Werkzeuge für den Montageprozess in der Software hinterlegt. Hätte man die verschiedenen Modelle nach dem klassischen Cardboard Engineering in Karton und Holz abgebildet, hätte das jede Menge Material und viel Zeit gekostet.

Mithilfe von Halocline konnten die unterschiedlichen Ausführungen dagegen ohne großen Aufwand konfiguriert, dann kopiert und angepasst werden. Anschließend erfolgte die Auswertung im realen Arbeitsprozess. So kristallisierten sich zwei Modelle heraus, die dann in VR noch einmal intensiv geprüft wurden. Ein Mitarbeiter von Sanner validierte den Montageprozess am virtuellen Modell der Arbeitsstation. Dabei zeigte sich, ob die Positionierungen von Werkzeug und KLT am finalen Arbeitsplatzmodell optimal auf den Arbeitsprozess abgestimmt waren. Anhand eines Spaghetti-Diagramms zur Visualisierung aller Arbeitsabläufe konnte genau nachvollzogen werden, wie sich die Hand bewegt, wie sich der Mitarbeiter bewegt und wie effizient die Montageabläufe sind. Abschließend wurden nur noch wenige Details des Tisches angepasst.

Ein virtuell entwickelter Arbeitstisch für sensible Bereiche

Der Arbeitsplatz ist für den Reinraum konzipiert, wie man weiter erfährt. Für diesen sensiblen Arbeitsbereich bieten sich die Item auch Komponenten mit glatten und geschlossenen Oberflächen an. Die modularen Systeme lassen sich schnell und einfach erweitern oder anpassen. Weil das zu fertigende Medizinprodukt außerdem vor elektrostatischer Aufladung (ESD) geschützt werden muss, war die Einrichtung einer Electrostatic Proteced Area (EPA) notwendig. Die aus besonderen Materialien bestehende Tischplatte leitet Ladungen sicher ab und verhindert eine Beschädigung der elektrischen Bauteile, wie es dazu heißt. Alle Komponenten halten die in der IEC 61340 geforderte Grenzen der Ableit- und Oberflächenwiderstände ein. Der Tisch ist außerdem höhenverstellbar und verfügt über mehrere Schwenkarme. Damit lässt sich der Arbeitsbereich optimal an die Körpergröße der Mitarbeiters anpassen.

Und das ist das Endergebnis! Mit der Einbindung der VR in den Planungsprozess entsteht ein Arbeitsplatz für Sanner, der die Bedürfnisse zu 100 Prozent erfüllt. Mit der VR-Brille taucht man in eine räumliche und digitale Welt ein und kann den Arbeitsplatz wirklich „erleben“, so Item.(Bild:  Item)
Und das ist das Endergebnis! Mit der Einbindung der VR in den Planungsprozess entsteht ein Arbeitsplatz für Sanner, der die Bedürfnisse zu 100 Prozent erfüllt. Mit der VR-Brille taucht man in eine räumliche und digitale Welt ein und kann den Arbeitsplatz wirklich „erleben“, so Item.
(Bild: Item)

Die Materialbereitstellung ist, wie bereits angedeutet, ergonomisch gestaltet. Übereinander angeordnete offene KLT ermöglichen eine direkte Sicht auf das Material. Dieses kann komfortabel über Greifschalen entnommen werden, die im vorderen Bereich direkt an den KLT montiert sind und eine besondere Form haben. Damit sei manuelles Picking selbst von kleinsten Bauteilen möglich. Der Mitarbeiter kann Materialien, die gerade nicht benötigt werden, zur Seite stellen. Tastatur und Bildschirm sind seitlich auf einem Tastaturhalter und Tabletarm platziert. Damit ist auf der Arbeitsfläche immer genügend Platz für die Montagevorgänge vorhanden. All diese Aspekte konnten mithilfe des virtuellen Cardboard Engineering berücksichtigt werden, um schließlich zum optimalen Arbeitsplatz für die Sanner-Gruppe zu kommen.

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