ProGlove
Marktlücke Wearables – Warum nicht in der Industrie?

Von Silke Höffken 2 min Lesedauer

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Wearables – das sind Smartwatches, VR-Brillen und andere tragbare Geräte, die Menschen bei ihren täglichen Aktivitäten unterstützen und unterhalten sollen. Im Fokus steht der Endkonsument. Das Wearables aber nicht nur für den privaten Nutzer, sondern auch für die Industrie interessant sind, das beweist nun ein junges Startup aus München.

(Bild:  ProGlove)
(Bild: ProGlove)

In der vergangenen Woche hat ProGlove den ersten intelligenten Handschuh für die Automobil- und Logistikbranche gelauncht und damit eine bisher unerkannte Marktlücke in den Fokus der Entwickler gerückt: Wearables für die Industrie. Der smarte Handschuh ist mit einem Barcode-Scanner und weiteren Sensoren ausgestattet, mit deren Hilfe zeitintensive Arbeitsabläufe beschleunigt werden können. Anwendung findet der Handschuh beispielsweise bei der Lagerarbeit. Hier werden die einzelnen Produkte bislang mit der Barcode-Pistole eingescannt. Die Pistole muss bei jedem Scanvorgang zur Hand genommen und anschließend wieder abgelegt werden. ProGlove zu Folge sind das vier Sekunden wertvoller Arbeitszeit, die durch den smarten Handschuh entfallen. Vier Sekunden - das klingt im Einzelnen nicht viel. Geht man jedoch davon aus, dass ein Arbeiter 1000 Mal am Tag zur Barcode-Pistole greift, summiert sich die Zeitersparnis bereits auf über eine Stunde.

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Entstehung und Entwicklung von ProGlove

ProGlove wurde im Jahr 2014 von Thomas Kirchner, Paul Günther, Alexander Grots und Jonas Girardet gegründet. Als Innovation Consultants übten die beiden Firmengründer ihr kreatives Handwerk zunächst nur in beratender Funktion aus. Erst dann kam der Entschluss, auch selbst Produkte zu entwickeln. Heute, zwei Jahre später, arbeitet die junge Firma in der Testphase ihres Produkts mit namhaften Unternehmen wie BMW, Audi und Penny zusammen. Außerdem konnte ProGlove renommierte Investoren wie Intel Capital und Gettylab für ihr Smart Glove-Projekt gewinnen. Allein in diesem Jahr kamen auf diese Weise Investitionen in Höhe von 2,2 Millionen Euro zusammen.

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