Reale Terminator-Gefahr? Über 1.000 Experten fordern Stopp fürs Vollgasgeben in Richtung KI

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Gut über tausend Mitarbeiter führender KI-Entwickler sprechen sind dafür, nun die Voraussetzungen zum Bremsen des Fortschritts bei künstlicher Intelligenz in die Wege zu leiten. Das hat seinen Grund ...

Dass wir möglicherweise nicht mehr so weit davon entfernt sind, dass sich KI-Systeme selber weiterentwickeln und sich dabei unserer Kontrolle entziehen, ist laut Experten nicht zu leugnen. Deshalb fordert man firmenübergreifend ein zurückhaltenderes Vorgehen bei der KI-Entwicklung ...(Bild: ©  sdecoret - stock.adobe.com)
Dass wir möglicherweise nicht mehr so weit davon entfernt sind, dass sich KI-Systeme selber weiterentwickeln und sich dabei unserer Kontrolle entziehen, ist laut Experten nicht zu leugnen. Deshalb fordert man firmenübergreifend ein zurückhaltenderes Vorgehen bei der KI-Entwicklung ...
(Bild: © sdecoret - stock.adobe.com)

Die KI-Experten, die für ein besonneneres Vorgehen bei der KI-Entwicklung sind, warnen vor einem Kontrollverlust und appellieren deshalb an die US-Regierung, sich an internationalen Bemühungen für technische und regulierende Maßnahmen zur Steuerung des Entwicklungstempos bei der künstlichen Intelligenz zu beteiligen. Unter den bisher 1.171 Unterzeichnern seien etwa führende Forscher und Manager vom „ChatGPT“-Entwickler „OpenAI“, von dessen Konkurrenten Anthropic sowie von den Facebooks Meta und Google. Sie verweisen, auch wenn es nach dystopischer Science Fiction à la Terminator klingt, dabei darauf, dass Software mit künstlicher Intelligenz bald in der Lage sein könne, sich selbst weiterzuentwickeln. Der Hintergrund: Die Alarmglocken läuteten kürzlich, als ein KI-Modell von „OpenAI“ es schaffte, quasi von selbst ins offene Internet einzudringen und dabei auch in Computersysteme eines anderen KI-Players. Sie benahm sich sozusagen wie ein Hacker.

KI kann sich der menschlichen Kontrolle entziehen

Schon jetzt würden schließlich große Teile des Programmiercodes in Tech-Unternehmen von KI-Software geschrieben, was noch unter menschlicher Aufsicht passiere. Doch der eher bedenkliche „Cyberdyne“-Moment, in dem die Entwicklung künstlicher Intelligenz automatisiert werden kann, gilt als ein Wendepunkt des Kontrollverlusts. Die Vorhersage, wie sehr das den KI-Fortschritt beschleunigen werde, sei schwierig. Aber es gebe ein reales Risiko, dass das Tempo die menschlichen Fähigkeit übertreffen könne, die sich daraus ergebenden Systeme noch zu verstehen oder gar zu kontrollieren. Abgestimmte internationale Anstrengungen seien nötig, weil jedes Land und jede Entwicklerfirma momentan leider unter Konkurrenzdruck stünden und deshalb den KI-Fortschritt nicht abbremsen wollten. Auch fehlten aktuell noch die technischen Mittel und ein Regelwerk dafür.

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