KI für die Hosetasche Apple setzt bei iPhone 16 auf bessere Kameras und künstliche Intelligenz

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

Apple implementiert in seine neuen iPhones zwar Funktionen zur künstlichen Intelligenz (KI), doch von diesen werden nicht alle in Europa verfügbar sein.

Das neue i-Phone 16 soll aufgrund mehrerer Funktionen den Markt aufmischen können. Vor allem KI-Tools stehen bereit. Doch der Konzern traut sich nicht mit allen davon so recht auf den europäischen Markt, wo das Datenschutzgesetz DMA lauert ...(Bild:  Apple)
Das neue i-Phone 16 soll aufgrund mehrerer Funktionen den Markt aufmischen können. Vor allem KI-Tools stehen bereit. Doch der Konzern traut sich nicht mit allen davon so recht auf den europäischen Markt, wo das Datenschutzgesetz DMA lauert ...
(Bild: Apple)

Apple hält die betreffenden Funktionen unter Verweis auf rechtliche Unsicherheiten durch das neue Digitalgesetz DMA zurück. Mit neuer Software für die „AirPods“-Ohrhörer könnte Apple aber zugleich den Hörgerätemarkt aufmischen, was auch in Deutschland der Fall ist. Sie können übrigens auch für Hörtests genutzt werden. Nach Freigabe durch Regulierungsbehörden soll die Funktion bis Ende des Jahres unter anderem auch in Deutschland eingeführt werden.

Und ein neuer Knopf ist die markanteste Veränderung des iPhone-Designs seit mehreren Jahren. Er dient zur Kamerasteuerung und kann mehr als nur die Kamera auslösen, wie es heißt. Apple will damit die Nutzer auch dazu animieren, mithilfe von KI mehr über ihre Umgebung zu erfahren. Der Knopf beim iPhone 16 funktioniert zum einen ähnlich wie bei Fotokameras – beim Durchdrücken gibt es ein Bild, ein leichter Druck aktiviert einen Schieberegler auf dem Bildschirm. So kann man zum Beispiel den Zoom oder Farbeffekte steuern, ohne dafür wie bisher auf den Bildschirm tippen zu müssen. Auch könne man mit dem Knopf schnell zwischen Foto- und Videomodus wechseln.

Neuer iPhone-16-Knopf führt zu KI-Funktionen

Der Kamera-Button ist aber auch eine Abkürzung zu KI-Funktionen, wie Apple erklärt. So kann man damit zum Beispiel ein Konzertposter oder ein Tier fotografieren, um mehr darüber zu erfahren. Insgesamt behalten das iPhone 16 und das teurere und besser ausgestattete iPhone 16 Pro weitgehend das Design der jüngsten Vorgänger. Aber die beiden Kameras des Standardmodells sind wieder in einer Linie nebeneinander angeordnet, wie einst beim iPhone X. Mit dem Kamerasystem könnten die Telefone nun auch dreidimensionale Videos für Apples Computer-Brille Vision Pro aufnehmen. Und im Inneren schlummern neue Chips und mehr Arbeitsspeicher. Das ist eine Voraussetzung dafür, dass die neuen Funktionen mit KI auf den Geräten flüssig laufen. Der Startpreis des Standardmodells des iPhone 16 bleibe unverändert bei 949 Euro.

iPhone 16 könnte Nachfrage-Boom auslösen

Die KI-Funktionen sollen unter anderem schon in der Vorschau E-Mails und Textnachrichten in wenigen Worten zusammenfassen, individuelle Emoji-Symbole aus Textvorgaben erstellen und Informationen auf Zuruf herausfischen. So soll die Suche in der Fotomediathek viel besser werden, weil die Software den Inhalt der Bilder analysiert. Wann diese fortgeschrittene Apple-KI nach Deutschland kommt, ist aber noch offen. Bisher funktioniert Apple Intelligence ohnehin nur auf Englisch. Bei dem Event kündigte Apple für kommendes Jahr aber weitere Sprachen an – auf jeden Fall Französisch, Spanisch, Chinesisch und Japanisch. Deutsch wurde dabei nicht ausdrücklich erwähnt. Das EU-Gesetz für Digitale Märkte, der Digital Markets Act (DMA), stellt nämlich gewisse Regeln für große Plattformen auf. Apple ist vor allem besorgt, dass die DMA-Vorgaben zur Öffnung für andere Hersteller und Diensteanbieter den Schutz der Nutzerdaten beeinträchtigen könnten. Man warte zuerst auf die Zusicherungen, dass man die fortgeschrittenen Funktionen exklusiv anbieten kann. Das iPhone ist nicht zuletzt das mit Abstand wichtigste Apple-Produkt. In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres brachte es gut die Hälfte des Konzernumsatzes ein. Das iPhone 16 könnte nach Ansicht von Branchenkennern aber eine ordentlichen Nachfrageschub auslösen. Experten raten jedoch davon ab, jetzt schon voreilig zuzugreifen.

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