Könnte besser sein!

Unternehmen hängen hinter den KI-Erwartungen zurück

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Fachkräftemangel bremst KI-Einführung in Deutschland aus

Der weiterhin grassierende Fachkräftemangel führe dazu, dass viele deutsche Unternehmen bei der Vorbereitung auf die Einführung von KI-Tools hinterherhinkten. Die IFS-Studie zeigt deshalb, dass über die Hälfte der Befragten (54 Prozent) lediglich Angebote einholen und strukturierte Pilotprojekte gestartet haben – ohne über eine klare Strategie zu verfügen und greifbare Ergebnisse vorweisen zu können (28 Prozent). Rund 14 Prozent befinden sich in der Forschungsphase, in der unkontrollierte Tests durchgeführt werden. Und weitere 4 Prozent verfügen über gar keinen koordinierten Ansatz. Trotz dieser Herausforderungen, überwiegt der Optimismus! Denn 51 Prozent glauben, dass KI in ein bis zwei Jahren ihr Unternehmen verbessern könnte. Rund ein Viertel (24 Prozent) geht sogar davon aus, dass eine deutliche positive Entwicklung bereits in einem Jahres zu beobachten ist.

Das erhoffen sich Unternehmen von der KI-Einführung

Den größten Einfluss von generativer KI in der intelligenten Produktion und Dienstleistungserbringung sehen die Befragten hinsichtlich der Effektivität und des Geschäfts- sowie Betriebsmanagements (23 Prozent). Etwa ein Fünftel der Befragten sieht hierbei ebenfalls erhebliche Auswirkungen auf Wachstum und Entscheidungsfindung (21 Prozent). Darüber hinaus werden auch der Qualifizierung und Bindung von Mitarbeitern sowie der Innovation von neuen Produkten und Dienstleistungen ein bedeutender Einfluss zugemessen (jeweils 20 Prozent).

Die Rolle der Daten wird erkannt, aber nicht wirklich gespielt

Um diese Vorteile nutzen zu können, müssen Unternehmen ihr strategisch wichtigstes Gut richtig einsetzen, wie IFS anmerkt. Und das sind ihre Daten. Denn nur die richtige Menge und Qualität von Daten entschieden über den Erfolg von KI-Anwendungen. Rund 87 Prozent der Befragten erkennen zwar die Bedeutung von Echtzeitdaten für erfolgreiche KI-Projekte. Doch trotz dieser Erkenntnis, hat nur ein Viertel davon eine Basis geschaffen, die sowohl datenbasierte Geschäftsentscheidungen als auch Echtzeitreaktionen unterstützt. Darüber hinaus verfügen nur 34 Prozent über mehrheitlich strukturierte Daten.

Die Ergebnisse machen Hoffnung, verwundern aber auch

„KI ist offensichtlich auf dem besten Weg, das bisher maßgeblichste Business-Tool zu werden“, stellt Christian Pedersen, Chief Product Officer bei IFS, mit Blick auf die Studienergebnisse fest. Sie zeigt aber auch, dass es immer noch grundlegende Missverständnisse darüber gibt, wie man das Potenzial der KI in einem industriellen Umfeld nutzen kann. Es sei bezeichnend, dass von der KI eine deutliche Kostensenkung und Margenerhöhung erwartet wird. Doch das Fehlen einer entsprechenden Strategie zur Umsetzung zeigt wiederum, dass die meisten Unternehmen nicht ausreichend qualifiziert und vorbereitet sind, um diese Ziele zu erreichen, so Pedersen. Der Wert von künstlicher Intelligenz liege aber nicht in einer einzelnen Funktion, sondern in der holistischen Bereitstellung für alle Produkte und Geschäftsprozesse. Pedersen abschließend: „Dadurch werden die Entscheidungszyklen der Kunden unterstützt und die Daten und KI-Services bereitgestellt, die für eine schnellere Wertschöpfung erforderlich sind.“

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