Mehr Souveränität Euro-Office heißt die alternative Produktivitätsplattform zu Microsoft

Quelle: Ionos und Nexgtcloud 3 min Lesedauer

Ein Konsortium unter Mitarbeit des Hannover-Messe-Ausstellers Ionos und Nextcloud hat die, wie betont wird, souveräne Office-Alternative Euro-Office ins Leben gerufen ...

Grund zum Lachen haben (von links) Achim Weiß (CEO von Ionos), Henri Schmidt (Mitglied des Deutschen Bundestages von der CDU), und Frank Karlitschek (CEO von Nextcloud). Denn Ionos un Nextcloud entwickeln mit Euro-Office eine europäische Alternative zu Microsoft-Office.(Bild:  Euro-Office)
Grund zum Lachen haben (von links) Achim Weiß (CEO von Ionos), Henri Schmidt (Mitglied des Deutschen Bundestages von der CDU), und Frank Karlitschek (CEO von Nextcloud). Denn Ionos un Nextcloud entwickeln mit Euro-Office eine europäische Alternative zu Microsoft-Office.
(Bild: Euro-Office)

Europäische Regierungen und Unternehmen wenden sich, wie es in einem Fachbericht zur Hannover Messe 2026 heißt, zunehmend von nicht-europäischen Produktivitätsplattformen ab. Eine Allianz führender europäischer Unternehmen und unabhängiger Organisationen hat deshalb als Reaktion darauf Euro-Office ins Leben gerufen und jetzt in Berlin vorgestellt. Diese neue Plattform für die Dokumenten-, Tabellen- und Präsentationsbearbeitung entstand durch eine souveräne Community-Kollaboration, der über ein Dutzend Organisationen beteitligt waren. Eine technische Vorschau des Ganzen ist außerdem ab sofort verfügbar. Unterstützt von namhaften europäischen Technologieunternehmen wie eben Ionos, Nextcloud, der Eurostack Initiative, Btactic, Soverin, Abilian, X-Wiki und Openproject, werde die erste stabile Version für den kommenden Sommer erwartet. (Ionos präsentiert sich übrigens auf der Hannover Messen in Halle 17).

Bisherige Alternativen sind nicht ideal für Anwender

Office-Software, heißt es weiter, bleibt eine geschäftskritische Infrastruktur! Doch aus Sicht des Konsortiums fehlt eine Möglichkeit, die vollständig mit Microsoft-Formaten kompatibel ist und dabei eine vertraute Benutzererfahrung sowie echte digitale Souveränität unter europäischer Führung bieten kann – und zwar ohne rechtliche Risiken durch ausländische Einflüsse. „Angesichts der geopolitischen Entwicklungen des letzten Jahres braucht Europa dringend eine zuverlässige, vollständig mit Microsoft kompatible und einfach zu bedienende, souveräne Office-Lösung“, kommentiert Achim Weiß, CEO von Ionos die Anstrengungen. Diese Initiative biete dafür eine Suite mit einer vertrauten Oberfläche, die alle Funktionen zur Arbeit mit Texten, Präsentationen und Tabellen umfasse. Das sei auch wichtig, weil existierende Alternativen oft Kompromisse hinsichtlich Kompatibilität und Benutzerfreundlichkeit bedeuten würden, rechtliche Risiken bezüglich Lizenzierung und Markenrechten mit sich brächten oder ohne transparente und offene Governance entwickelt seien. Den existierenden Alternativen fehle sozusagen eine unabhängige, nachhaltige Community von Mitwirkenden, was für Organisationen, die sensible oder öffentliche Daten verarbeiten, ein strukturelles Risiko darstelle.

Mit Euro-Office will man die bestehenden Lücken schließen

Euro-Office soll die bestehenden Mankos beseitigen. Die Software ermöglicht laut ihrer Entwickler eine nahtlose Verarbeitung gängiger Dokument-, Tabellen- und Präsentationsformate und bietet eine Benutzeroberfläche, die die Einarbeitung und den Migrationsaufwand minimiert. Die Codebasis wird dabei unter „Open Source“-Lizenzen veröffentlicht und ist frei von Markenrechtsbeschränkungen, wie betont wird. Die Entwicklung erfolge im Rahmen eines transparenten Prozesses, der öffentliche Kontrolle und Beteiligung ermögliche. Das Ergebnis ist demnach eine Office-Suite, die auf Funktionalität und strategische Resilienz ausgelegt ist, so die Entwickler. „Europa vefügt seit Jahren über die technischen Bausteine. Was bis jetzt aber fehlte, war eine Initiative, diese zu einer sinnvollen Gesamtlösung zu bündeln“, erklärt Frank Karlitschek, CEO von Nextcloud. Mit Euro-Office beginnt man also nicht bei Null, sondern man übernimmt Verantwortung für ein wichtiges Stück digitaler Infrastruktur, merkt Karlitschek an. So erhielten Organisationen endlich Werkzeuge, denen sie vertrauen könnten – und zwar transparent, langlebig und vor allem in Europa verwaltet. Euro-Office unterstützt die „Microsoft Office“-Dateiformate DOCX, PPTX und XLSX sowie Open Document Format (ODF)-Dateien wie ODS, ODT und ODP.

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