Expertenbeitrag

 Dirk Möller

Dirk Möller

Bis 2022 Area Director of Sales CEMEA bei, Neo4j

Produktdatenmanagement mit KI
Die Produkt-DNA entschlüsseln

Von Dirk Möller 4 min Lesedauer

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Je komplexer das Produkt, desto mehr Komponenten, Funktionen und Daten gilt es zu managen. Klassisches Produktdatenmanagement (PDM) greift hier zu kurz. Die Aufschlüsselung der Produkt-DNA wird vielmehr von KI und Knowledge Graphen angetrieben.

Um auch komplexe Produkte möglichst effizient zu managen, empfiehlt sich der Einsatz von KI-Technologien und Knowledge Graphen.(Bild:  gemeinfrei / Unsplash)
Um auch komplexe Produkte möglichst effizient zu managen, empfiehlt sich der Einsatz von KI-Technologien und Knowledge Graphen.
(Bild: gemeinfrei / Unsplash)

Will man sich die Komplexität heutiger Produkte vor Augen führen, lohnt sich ein Blick unter die Motorhaube eines Autos. Durchschnittlich stecken in einem Fahrzeug 100 Kommunikationsbusse, die Informationen innerhalb des Fahrzeugs übertragen, 200 Steuergeräte, die rund 400 Funktionalitäten wie Beschleunigung, Kollisionsschutz, Audio, GPS oder Sitzheizung regeln. Hinzu kommen 2.000 Softwarekomponenten und Anwendungen, die rund 10.000 Signale aus allen Bereichen des Fahrzeugs verarbeiten und austauschen. Von der eigentlichen Hardware gar nicht zu sprechen.

Insgesamt setzt sich ein Auto aus über 30.000 mechanischen Teilen zusammen – von der Schraube über die Windschutzscheibe bis zur Glühbirne. Alle diese Komponenten müssen in unzähligen Konfigurationen zusammen arbeiten, um ein Produkt zu realisieren, das seinen Nutzer nicht nur von A nach B bewegt, sondern gleichzeitig auch alle regulatorischen Anforderungen und Sicherheitsauflagen erfüllt.