KI und Ethik

Deutsche Telekom verabschiedet Manifest zur KI-Nutzung

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Künstliche Intelligenz darf niemals zum Spion werden

KI bietet aber noch weitere Einsatzmöglichkeiten – auch wenn es um Personalprozesse geht. Man nehme zum Beispiel die automatisierte Kommunikation mit Mitarbeitenden, wenn bei einem Antrag beispielsweise noch Unterlagen fehlen, im Personalmarketing, bei der Entscheidung, auf welchen Plattformen man die besten Kandidaten für bestimmte Jobs findet oder auch bei der Vorauswahl von Bewerbungen. Es sei deshalb sehr wichtig, dass das Unternehmen durch das Manifest ein gemeinsames Verständnis für den Umgang mit sensiblen Daten hat. Denn KI-Systeme dürften nie dazu verwendet werden, um Informationen über die Beschäftigten in Bezug auf deren politische Meinungen, weltanschauliche Überzeugungen, Gewerkschaftsmitgliedschaft oder sexuelle Orientierung zu sammeln. KI-Systeme dürften auch nicht zur Überwachung des Verhaltens, zur Kontrolle der Leistung oder zur Beeinflussung eingesetzt werden, damit alle Entscheidungen weiterhin von Menschen getroffen würden und nicht von Maschinen.

Das will die Telekom bei der KI-Nutzung gewährleisten

Die Telekom habe mit dem Manifest zudem frühzeitig und umfassend die Gedanken der kommenden KI-Verordnung der EU aufgegriffen, die aktuell das Gesetzgebungsverfahren durchlaufe. Wie der Entwurf der Verordnung auch, folge das Manifest einem risikobasierten Ansatz, um zu gewährleisten, dass der Einsatz von KI-Systemen keine negativen Auswirkungen auf die Sicherheit, Gesundheit und Grundrechte von Beschäftigten hat.

Dabei setze es neue Standards, um den Aufwand bei der Einführung neuer Systeme sinnvoll und schnell zu machen. So wird es laut Aussage der Telekom keinen eigenen Prozess für KI-Systeme geben, sondern die bestehenden Prozesse wie das „Privacy & Security“-Assessment oder der IT-Systemsteckbrief werden erweitert und genutzt, verspricht das Unternehmen. Bei KI-Systemen mit hohem Risiko für Beschäftigte werde ein Expertenkreis eingebunden, in dem KI-Sachverständige von Seiten des Unternehmens und der Betriebsräte vertreten seien.

Im nächsten Schritt werden die Telekom und der Konzernbetriebsrat Beurteilungsfaktoren für KI-Systeme erarbeiten, um die Systeme unterschiedlichen Kritikalitätsstufen zuzuordnen und eine passende Reglementierung für die Systeme unterschiedlicher Einstufung zu erarbeiten, wie man erfährt. Um diese weiteren Regelungen zu erarbeiten, werde der Expertenkreis zunächst fünf bereits im Wirkbetrieb befindliche KI-Systemen analysieren und dann Empfehlungen für den Aufbau der neuen Risikoklassifikationen abgeben.

Interessierte können das bereits veröffentlichte Manifest online einsehen.

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