Expertenbeitrag

 Arman Sarhaddar

Arman Sarhaddar

CEO, Vault Security Systems AG

Blockchain
Der Kampf gegen Produktfälschung

Von Sebastian Human 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Dass einer der größten Onlinehändler der Welt ankündigt, für mehr Transparenz bei der Produktechtheit zu sorgen, zeigt den Handlungsbedarf hier. Warum Amazons Transparency trotzdem noch nicht die ultimative Antwort auf das Problem mit Produktfälschungen ist, lesen Sie hier.

Im Kampf gegen Produktfälschung kann Transparenz in der Lieferkette helfen.(Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
Im Kampf gegen Produktfälschung kann Transparenz in der Lieferkette helfen.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Vor wenigen Wochen machte Amazon von sich reden, als der e-Commerce-Riese ankündigte, sein Transparency-Programm auch in Europa auszurollen. Hersteller können dann ihre authentischen Produkte mit einem QR-Code versehen, der Händlern und Kunden einen zweifelsfreien Echtheitsnachweis bietet. So will Amazon der Flut an gefälschten Produkten entgegenwirken und mehr Vertrauen bei seinen Kunden schaffen. Der Ansatz ist grundsätzlich begrüßenswert – doch Amazon Transparency hat Einschränkungen, die es für einige Produktgruppen ungeeignet machen.

Nachverfolgung der Inhaltsstoffe ist gerade im Medizinsektor entscheidend

Mit dem Transparency-Programm geht es Amazon vorwiegend darum, das eigene Image aufzubessern. Gerade unter Händlern hat der Ruf des US-Unternehmens durch Betrug, gefälschte Bewertungen und Produktimitationen gelitten. Doch Transparency ist nicht für alle Produkte gleichermaßen geeignet. Es handelt sich um ein Labeling, das bei Waren funktioniert, bei denen es tatsächlich in erster Linie um deren Echtheit geht, wie Kleidung und Taschen. Bei Produkten mit einer aufwendigen Lieferkette, bei denen Schadensersatzansprüche eine Rolle spielen, ist dies jedoch zu kurz gegriffen. Exemplarisch sind medizinische Produkte zu nennen. Gerade Kunden dieser Produkte möchten sicher sein, keine Fälschung erworben zu haben. Für sie spielt zudem die Qualität der Inhaltsstoffe eine essentielle Rolle und im Schadensfall muss die Schwachstelle zweifelsfrei identifizierbar sein.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung