Digital Twin
Der digitale Zwilling in der Fertigung: Qualität & Effizienz in Einklang bringen

Ein Gastbeitrag von Manfred Kügel* 7 min Lesedauer

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Wenn in der Produktion Prozesse nicht reibungslos laufen, entstehen zwangsläufig hohe Kosten. Simulation mithilfe von digitalen Zwillingen bietet eine Möglichkeit, Szenarien im Vorfeld durchzuspielen und zu optimieren, ohne dafür teures Material zu verschwenden.

Der Einsatz eines prozessorientierten Digital Twin bringt für produzierende Unternehmen den größten Nutzen mit sich.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Der Einsatz eines prozessorientierten Digital Twin bringt für produzierende Unternehmen den größten Nutzen mit sich.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Die erste Anwendung, die einem womöglich beim Stichwort Digital Twin in den Sinn kommt, ist das 3D-Modell einer Anlage, durch das man sich interaktiv bewegen kann. In der industriellen Fertigung gibt es jedoch immer mehr Anwendungsszenarien für den Digital Twin, die weit über die 3D-Visualiserung hinausgehen. Ein digitaler Zwilling dient dazu, analytische Fragestellungen zu beantworten. Anhand der kontinuierlichen Analyse von Daten, die im Herstellungsprozess anfallen, lassen sich Wahrscheinlichkeiten für Ereignisse vorhersagen: Das kann der baldige Ausfall einer Maschine ebenso wie die steigende Nachfrage für ein bestimmtes Produkt sein, die entsprechende Lagerbestände erfordert.

Die Palette an möglichen Einsatzszenarien reicht von einem Asset-Digital-Twin, der die komplette Produktionsanlage im Blick hat und deren Verfügbarkeit erhöhen soll, über den Produkt-Digital-Twin, der das herzustellende Objekt in den Fokus stellt, bis hin zur Abbildung kompletter Organisationen, beispielsweise zur Lieferkettenoptimierung. Eines der relevantesten, vielseitigsten und spannendsten Szenarien ist der Einsatz eines digitalen Zwillings für die Steuerung und Verbesserung von Prozessen, um die Produktqualität zu verbessern.