Quanten-Kollaboration BMW, Nvidia und Classiq arbeiten am Quantencomputing für effizientere E-Autos

Aktualisiert am 20.06.2024 Quelle: Classiq 2 min Lesedauer

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Die BMW Group, NVIDIA und Classiq wollen in einer Kooperation mechatronische Systeme optimieren. Das gemeinsame Ziel ist es, den Einsatz von Quantencomputern in der Automobilbranche zu fördern.

BMW, Nvidia und Classiq tun sich zusammen, um mittels Quantencomputing mechatronische Systeme zu verbessern und hierdurch insbesondere Elektrofahrzeuge effizienter zu machen.(Bild:  Classiq)
BMW, Nvidia und Classiq tun sich zusammen, um mittels Quantencomputing mechatronische Systeme zu verbessern und hierdurch insbesondere Elektrofahrzeuge effizienter zu machen.
(Bild: Classiq)

Im Fokus der Zusammenarbeit steht die Frage, wie sich die Architektur von elektrischen und mechanischen Systemen optimieren lässt. Die größte Herausforderung bestehe darin, mittels komplexer Berechnungen die optimale Kombination von verschiedenen Komponenten zu identifizieren. In diesem Zuge müsse man außerdem bestimmen, wie diese bestmöglich miteinander verbunden werden können. Das Spektrum erstreckt sich von Elektromotoren und Batterien bis hin zu Kühlelementen. So sollen effizientere und sparsamere Konfigurationen gefunden und damit wirtschaftlichere Elektrofahrzeuge realisiert werden, wie aus einer entsprechenden Pressemitteilung von Classiq hervorgeht.

Zusammenarbeit verkürzt Entwicklungszeit

Die Experten der BWM Group haben ein Quantenprogramm mit einer Vielzahl von Quantenunterprogrammen entwickelt. Dabei handele es sich um eines der komplexesten und bereits erfolgreich implementierten Programme seiner Art. „Unsere Kollaboration mit Classiq und Nvidia hat eine innovative Quantenanwendung hervorgebracht und zeigt, was dadurch in der Automobilbranche möglich wird. Das Quanten-Stack von Nvidia war entscheidend dafür, diesen komplexen Algorithmus zu simulieren, zu testen und zu präzisieren“, sagt Lukas Müller, Teamleiter Future Compute bei der BMW Group.

Die fortschrittlichen Modellierungs- und Kompilierungsfunktionen der Software-Plattform von Classiq haben laut des Unternehmens diese Implementierung ermöglicht. Anwendung fand auch ein von Classiq beigesteuerter Ansatz basierend auf dem sogenannten Quantum Approximate Optimization Algorithm – für Optimierungsprobleme mit vielen möglichen Lösungswegen – und dem Harrow-Hassidim-Lloyd-Algorithmus – für das Lösen von linearen Gleichungssystemen. Um die großen und komplexen Quantenschaltkreise zu simulieren, kamen zudem GPU von Nvidia und die Nvidia Cuda-Q-Plattform zum Einsatz. „Diese Projekt ist ein anschauliches Beispiel dafür, was Kollaborationen im Bereich Quantencomputing erreichen können. Dadurch, dass hier Expertisen für Quantenhardware, -sofware und die Automobilbranche zusammenkamen, konnten wir beachtliche Fortschritte in außergewöhnlich kurzer Zeit machen“, sagt Nir Minerbi, CEO bei Classiq.

Noch steht die praktische Anwendung von Quantencomputing am Anfang. Um die gemeinsam entwickelte Lösung industriell nutzbar zu machen, ist weitere Forschung notwendig. Classiq arbeite nach eigener Aussage gemeinsam mit weiteren Branchenführern kontinuierlich an der Verbesserung von Quantendesign, -implementierung und -berechnung, um die Verknüpfung aus Automobiltechnologie und Quantencomputing weiter voranzutreiben.

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