Individuelles Audi Sport druckt Werkzeuge und Vorrichtungen mit Ultimaker

Quelle: Ultimaker 2 min Lesedauer

Mit Entwicklung des Audi E-Tron GT brauchte Audi Sport Böllinger fast 200 neue Werkzeuge und Vorrichtungen. Bei der raschen Umsetzung halfen Designautomatisierung und 3D-Druck.

Bei Audi Sport Böllinger stehen die Top-Fahrzeuge von Audi im Fokus der Produktion, wie etwa der E-Tron GT. Seit einiger Zeit setzt man nicht nur aus Zeitersparnis auf 3D-gedruckte Werkzeuge und Vorrichtungen, die per Ultamker-Know-how gefertigt werden.(Bild:  Audi)
Bei Audi Sport Böllinger stehen die Top-Fahrzeuge von Audi im Fokus der Produktion, wie etwa der E-Tron GT. Seit einiger Zeit setzt man nicht nur aus Zeitersparnis auf 3D-gedruckte Werkzeuge und Vorrichtungen, die per Ultamker-Know-how gefertigt werden.
(Bild: Audi)

Audi Sport Böllinger hat den Produktionsfokus auf den Audi-R8 und den elektrischen Audi E-Tron GT gelegt. Dabei nutzt man robotergestützte Plattformen für die Montage der Karosserien, die man sich wie eine Art Zug vorstellen kann. An jeder der vielen Stationen ist eine bestimmte Zeit für die jeweiligen Montageschritte einzuhalten. Der Workflow muss also reibungslos und effizient sein. Zeit- und Ergonomievorteile verschafft man sich dort durch kundenspezifische Werkzeuge und Vorrichtungen. Diese werden per 3D-Druck zu Hunderten bei Böllinger hergestellt, weil die Fertigung durch externe Partnern Wochen und Monate dauern kann. Werde etwas Spezielles von einem Mitarbeiter gebraucht, das seine Arbeit besser unterstützen soll, so brauche man höchstens einen Tag, bis das Werkzeug additiv gefertigt sei.

Individualisierte Hilfsmittel nützen der Produktion und dem Monteur

Zum Beispiel hat Audi Sport Böllinger, wie es weiter heißt, eine kundenspezifische Vorrichtung entwickelt, mit der das Head-up-Display (HUD) auf das Armaturenbrett exakt fokussiert werden kann. Dabei nutzt man zwei Laserstrahlen, durch die man erkennt, ob das Display richtig sitzt. Die per 3D-Druck gefertigten Vorrichtungen sparen nicht nur Stunden, sondern haben auch einen großen Einfluss auf die Stabilität der Produktion. Vieles sei auch so konzipiert, dass es sich positiv auf die Ergonomie für den Arbeiter auswirke. Zum Beispiel, indem Werkzeuge zum Arbeiten besser ausgerichtet und bequemer gehalten werden können.

Dabei kommt die Software Fixturmate auch zum Einsatz

Fixturemate ist eine Software, die speziell für die Erstellung von Vorrichtungen für die Montage entwickelt wurde. Ein Bauteil wird in Form von Daten importiert und im rechten Winkel eingestellt. Dann wird die Vorrichtung erstellt. Dazu gehört auch eine Bibliothek mit handelsüblichen Werkzeugen wie etwa Klemmsystemen. Die Software gilt als benutzerfreundlich genug, damit jeder sie verwenden kann. Und während das Entwerfen von Werkzeugen in herkömmlicher CAD-Software Stunden dauern kann, dauert es in Fixturemate nur 10 bis 20 Minuten, wie die Experten betonen. Ein ausgewiesener CAD-Konstrukteur ist außerdem nicht mehr nötig. Audi Sport brauchte aber, wie gesagt, nicht nur eine schnelle Konstruktion der Teile, sondern sie mussten auch in kürzester Zeit produziert werden.

Mit Ultimaker-Druckern und einem Pool aus Kunststoffen

Deshalb hat Audi mit dem 3D-Druck begonnen. Mehrere Drucker (wie der Ultimaker S5) ermöglichen es Audi Sport nun, den Werkzeugbedarf zu decken. Werkzeuge können außerdem zu einem Bruchteil der üblichen Kosten gedruckt werden. Es ist nicht erforderlich, Angebote anzufordern, Lieferanten zu informieren und auf die Produktion und Lieferung von Teilen zu warten. Die meisten Vorrichtungen werden übringens mit Tough PLA gedruckt. Dieses Material hat ähnliche Biege- und Festigkeitseigenschaften wie ABS, lässt sich aber sehr leicht ohne die Herausforderungen von ABS drucken. Es gibt auch Werkzeuge, die zum Schutz von Autoteilen mit TPU95a gedruckt wurden. Das weiche Material sei perfekt, um zu verhindern, dass Teile beschädigt werden. Aufgrund der Expertise von Ultimaker hat Audi Sport auch Zugriff auf Hunderte von Materialien von Drittanbietern. Eines dieser Materialien nennt sich ESD-sicheres PLA, das für Vorrichtungen verwendet wird, die elektronische Komponenten handhaben. Und die Vorbereitung von 3D-Drucken mit diesen Materialien ist außerdem mit Ultimaker Cura mühelos, weil die Druckprofile kostenlos auf dem Markt erhältlich sind.

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