Gegenbedroh(n)ung Braunschweiger Experten liefern neue Aufklärungsdrohne

Quelle: dpa 1 min Lesedauer

Zum Schutz kritischer Infrastruktur, zur Überwachung von Ost- und Nordsee und aufgrund jüngster Ereignisse, will das Luftfahrtunternehmen Aerodata aus Braunschweig eine neue Aufklärungsdrohne liefern ...

Mit diesem unbemannten Flugsystem, einer neuartigen Aufklärungsdrohne, will das niedersächsische Unternehmen Aerodata dabei helfen, Drohnenangriffe in Deutschland effektiver bekämpfen zu können ...(Bild:  Aerodata)
Mit diesem unbemannten Flugsystem, einer neuartigen Aufklärungsdrohne, will das niedersächsische Unternehmen Aerodata dabei helfen, Drohnenangriffe in Deutschland effektiver bekämpfen zu können ...
(Bild: Aerodata)

In Deutschland wird ja derzeit über einen verstärkten Schutz kritischer Infrastruktur und über eine schlagkräftigere Abwehr von Sabotage- und Spionageversuchen diskutiert. Und vor zwei Wochen erst war am Flughafen Leipzig/Halle eine umgebaute und mit Sprengstoff bestückte Drohne zwischen ukrainischen Frachtflugzeugen entdeckt worden. Laut Aussage von Aerodata gibt es derzeit Gespräche mit der Bundeswehr, wo die neue Aufklärungsdrohne behandelt wird. Mit der unbemannten Drohne ließe sich in Zukunft etwa erkennen, ob ein verdächtiges Schiff sein Ortungssignal manipuliert habe oder Unterseekabel in der Nord- und Ostsee im Visier von Angreifern seien. Die Serienfertigung werde für 2029 angepeilt.

Mit Sensoren, KI und Leichtbau-Know-how

Erstmals wurde der Prototyp, der eine Spannweite von rund 26 Metern hat, am Luftfahrtstandort Strausberg, rund 40 Kilometer von Berlin entfernt, vorgestellt, wie es weiter heißt. Auch die Ministerpräsidenten aus Brandenburg und Niedersachsen waren übrigens mit dabei. Mit Drohne, die den Namen Aeroforce X trägt kann die Bundeswehr etwa Nord- und Ostsee permanent überwachen und vor hybriden Bedrohungen schützen, kommentiert der Aerodata-Vorstandsvorsitzende Neset Türkenmez. Der erste Flug der Aufklärungsdrohne, die in Strausberg gefertigt wurde, sei im Oktober geplant - zur Erprobung dann noch bemannt mit einem Piloten. Sie könne sehr weit und sehr hoch fliegen. Der Hersteller spricht von rund 12,2 Kilometern. Das Fluggerät besteht unter anderem aus carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK) und ist mit Sensoren ausgestattet. Sie arbeitet natürlich auch mit künstlicher Intelligenz.

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