Expertenbeitrag

Dipl. Betriebswirt Otto Geißler

Dipl. Betriebswirt Otto Geißler

Freier Journalist

Bioprinting
Wichtige Fortschritte, die den 3D-Biodruck vorantreiben

Von Otto Geißler 4 min Lesedauer

Mit vielen bahnbrechenden Innovationen gehört der 3D-Biodruck zu einer der aufregendsten und vielversprechendsten Zukunftstechnologien, die eine Reihe von medizinischen Anwendungen radikal verändern werden. In der Folge eine Auswahl der jüngsten Weiterentwicklungen.

Der 3D-Biodruck profitiert von Technologien wie Tissue Engineering, synthetischer Biologie, Mikro- beziehungsweise Nanofabrikation und Biomaterialproduktion. (Bild:  gemeinfrei /  Pixabay)
Der 3D-Biodruck profitiert von Technologien wie Tissue Engineering, synthetischer Biologie, Mikro- beziehungsweise Nanofabrikation und Biomaterialproduktion.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Die Bioprinting-Technologie ermöglicht es, sogenannte lebende De-novo-Organe wie Herz, Leber, Nieren, Lunge und Haut zu drucken. Der Ausdruck De novo meint hier, dass die Organe von Grund auf neu erschaffen werden. Womit sich der notorische Mangel an Organtransplantationen wesentlich verringern ließe. Im Prinzip ist der Herstellungsprozess recht einfach: Ein 3D-Biodrucker schichtet gemäß einer CAD-Datei Lage für Lage Bio-Material auf.

Anstelle der sonst üblichen Metalle oder Kunststoffe verwenden Biodrucker spezielle Biotinten als Material. Diese enthalten lebende Zellen inmitten viskoser Materialien wie Alginat oder Gelatine. Die Zellen sind oft auf Gerüsten aufgebaut, um die Zellen zu stützen und zu schützen. Wenn dem Patienten zu diesem Zweck seine eigenen Zellen entnommen werden, würde dies gleichzeitig sicherstellen, dass sich die gefürchteten Angriffe des Immunsystems und die daraus folgende Organabstoßung verhindern lassen.