IoT-Basics
Was bedeutet Edge Computing?

Von Jakob Schreiner 6 min Lesedauer

Edge Computing wird für das IoT in Zukunft zur unverzichtbaren Schlüsseltechnologie. Dieser Grundlagentext gibt eine Definition des Computing Sytems, erklärt die Vorteile seiner Funktionsweise und nennt Beispiele für den Einsatz.

Bis 2025 schätzt man, dass eine Person am Tag fast 4.800 Kontakte mit einem IoT-Gerät haben wird – praktisch eine Interaktion alle 18 Sekunden.(Bild:  www.siemens.com/press)
Bis 2025 schätzt man, dass eine Person am Tag fast 4.800 Kontakte mit einem IoT-Gerät haben wird – praktisch eine Interaktion alle 18 Sekunden.
(Bild: www.siemens.com/press)

Beim Edge Computing werden Daten dezentral in der Netzwerkperipherie verarbeitet – an dem Ort, wo sie generiert wurden. Die Bedeutung der Technologie steigt mit der Menge an Daten, die durch das Internet der Dinge erzeugt wird.

Und Analysten sind sich einig: Das Datenvolumen wird in den nächsten zehn Jahren explodieren. Bereits im Jahr 2025 soll die Menge an Neu-Daten die 163 Zettabyte-Marke übersteigen, ein Äquivalent von 16 Milliarden der heute üblichen 12 TB großen HDDs. Die überwiegende Computing-Last tragen bisher konventionelle Datacenter. Hier wird das Gros der Daten verarbeitet, gesichert, verwaltet und bereitgestellt. Diese Datacenter konsolidieren massive Datenmengen, sind jedoch von den zunehmend verteilten und zum Teil auch mobilen Datenquellen quasi per Definition geografisch zu weit entfernt, um niedrige Latenzzeiten (Verzögerungs- oder Reaktionszeiten) zu garantieren.