Expertenbeitrag

 Robert Russell

Robert Russell

CTO/Gründer, Senseye Ltd.

Security by Design
Industrie 4.0 - ein Sicherheitsrisiko?

Von Robert Russell 5 min Lesedauer

Industrie 4.0 sorgt für mehr Transparenz in der Produktion, doch nehmen auch die Sicherheitsrisiken zu. Maschinenausfälle und Qualitätsprobleme drohen. Deshalb sollte ein I4.0-Projekt von Grund auf sicher entwickelt werden, anstatt nur eine Drittanbieter-Software im Netzwerk zu installieren.

Bei vielen OT-Devices (Maschinen, Anlagen, Steuerungen) sind die Sicherheitsprotokolle veraltet und oft ist ein Update nicht oder nur bedingt möglich. (Bild:   / CC0)
Bei vielen OT-Devices (Maschinen, Anlagen, Steuerungen) sind die Sicherheitsprotokolle veraltet und oft ist ein Update nicht oder nur bedingt möglich.
(Bild: / CC0)

Industrie 4.0 eröffnet Herstellern enorme Möglichkeiten, durch vorausschauende Instandhaltung und ähnliche Technologien mehr Effizienz und Transparenz in der Produktion zu erreichen. Gleichzeitig birgt sie aber auch ein neues, operatives Risiko – die Sicherheit. Cyberangriffe nehmen immer mehr zu und können für die verarbeitende Industrie eine Vielzahl verheerender Folgen haben. Dazu zählen etwa Datendiebstahl, Erpressung von Lösegeldern für gesperrte Daten, Maschinenausfälle oder Gefahren für die Standortsicherheit und die Verarbeitungsqualität.

Sicherheitslücken können sich auf Unternehmen verheerend auswirken

Erst vor Kurzem gab das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) eine Warnung heraus, dass eine Ransomware im Umlauf sei, die selbst von aktuellen Virenscannern nicht identifiziert werden könne. Die Ransomware wird als E-Mail verschickt, bei der es sich scheinbar um eine Bewerbung auf eine offene Stelle im Unternehmen handelt. Wird das an die Mail angehängte PDF-Dokument geöffnet, installiert sich das Schadprogramm auf dem Rechner und fängt an, Dateien zu verschlüsseln.