Siemens hat eine neue Edge-to-Cloud-Integration mit dem Data- und AI-Unternehmen Databricks sowie dem langjährigen Automatisierungspartner FFT Produktionssysteme GmbH angekündigt. Gemeinsam verbinden die Partner Produktionsdaten direkt mit Unternehmens-KI – ohne komplexe IoT-Middleware. Damit unterstützen sie Industriekunden bei der Datenanalyse und dabei, industrielle KI über globale Abläufe hinweg zu skalieren.
Mit der neuen Integration können Kunden kontextualisierte Shopfloor- und Anlagendaten von Siemens Industrial Edge mithilfe der Anwendung DataBridge von FFT direkt in die Databricks-Plattform streamen. Dort werden die Daten analysiert und zentral für das Training von KI-Modellen genutzt, die anschließend über globale Produktionsnetzwerke hinweg ausgerollt werden können.
Die Modelle lassen sich wiederum auf der Edge-Plattform bereitstellen und so direkt am Ort der Produktion ausführen. Dieser Ansatz ermöglicht datengetriebene Entscheidungen mit geringer Latenz und hilft Industrieunternehmen, ihre Prozesse zu optimieren, Kosten zu senken und die Produktivität zu steigern. Dies ist die Grundlage für die Anwendung physischer KI und zukünftiger autonomer Produktionsabläufe.
„Industrielle KI entfaltet nur dann ihren Wert, wenn Daten, Kontext und Umsetzung zusammenkommen“, sagte Rainer Brehm, COO für Automatisierung und CTO bei Siemens Digital Industries. „Gemeinsam mit Databricks und FFT ermöglichen wir unseren Kunden, industrielle KI über Anlagen und Fabriken hinweg zu skalieren und eine KI-gestützte Produktion zu realisieren.“
Umsetzung von industrieller KI durch nahtlose IT/OT Integration
Siemens Industrial Edge und der Industrial Information Hub als Integrationsschicht für industrielle Daten bieten Kunden eine sichere, skalierbare und wartungsarme Edge-Plattform. Diese ermöglicht es, isolierte industrielle Daten zugänglich zu machen und intelligente Anwendungen nahe am Produktionsprozess auszuführen. Dazu gehören fortschrittliche lokale Analysen, physische KI und Closed-Loop-KI-Workflows, die eine geringe Latenz, hohe Verfügbarkeit und Sicherheit erfordern.
Databricks ergänzt dies durch fortschrittliche Datenanalysen, maschinelles Lernen und agentische KI für industrielle Daten – in einer Cloud-agnostischen, kontrollierten Umgebung mit minimalem Infrastrukturanforderungen. Damit wird eine Vielzahl fortschrittlicher Anwendungsfälle unterstützt, darunter vorausschauende Wartung, Qualitätsoptimierung, Energiemanagement, Optimierung von Lieferketten sowie agentische KI-Anwendungen.
„Durch die Kombination der industriellen Automatisierungs- und Edge-Expertise von Siemens mit der Databricks-Plattform helfen wir Industrieunternehmen, die Lücke zwischen ihren Produktionsdaten und skalierbarem geschäftlichen Mehrwert zu schließen – über ihr gesamtes Produktionsnetzwerk hinweg“, sagte Shiv Trisal, Global Industrials GTM Leader bei Databricks. „Diese Partnerschaft ist ein grundlegender Schritt, um die Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI-Agenten in industriellen Abläufen Realität werden zu lassen.“
FFT DataBridge: Industrietaugliche Datenpipelines für eine adaptive Produktion
FFT Produktionssysteme spielt eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der gemeinsamen Siemens-Databricks-Architektur. Als langjähriger Siemens-Partner mit tiefgreifender Shopfloor-Expertise stellt FFT die DataBridge-Anwendung bereit, die Siemens Industrial Edge sicher und effizient mit der Databricks-Plattform verbindet. FFT DataBridge leitet kontextualisierte, KI-fähige Produktionsdaten von der Edge-Plattform in die Cloud, wo sie mit weiteren IT- und OT-Datenquellen kombiniert werden können.
„Gemeinsam mit unseren Partnern Databricks und Siemens bietet FFT DataBridge ein einfaches und leistungsstarkes Gateway in die Cloud für mehr als 30.000 potenzielle Kunden“, sagte Volker Stark, COO bei FFT Produktionssysteme. „Die Lösung ist sofort einsatzbereit und erfordert keine aufwendige und kostenintensive Datenaufbereitung. Durch die native Verbindung von IT und OT eliminieren wir komplexe IoT-Schichten und vereinfachen die industrielle Konnektivität für Databricks-Kunden erheblich.“
Stand: 08.12.2025
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