Quantum-Readiness in der Produktion
Warum hybride Kryptographie ins Lastenheft gehört

Ein Gastbeitrag von Ismet Koyun, CEO und Gründer, Kobil 5 min Lesedauer

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Maschinen laufen viele Jahre – was wiederum bedeutet, dass heute gebaute Anlagen noch im Quantencomputer-Zeitalter genutzt werden. Deshalb braucht das produzierende Gewerbe eine Post-Quantum-Strategie.

(Bild:  KI-generiert)
(Bild: KI-generiert)

Unternehmen, die heute eine vernetzte Industrie-4.0-Anlage in Betrieb nehmen, sollten bedenken: Die Anlage wird möglicherweise noch laufen, wenn es längst leistungsstarke Quantencomputer gibt. Bislang sichere Kryptographie-Verfahren könnten dann gebrochen werden. Um die eigene Datensicherheit nicht zu gefährden, braucht das produzierende Gewerbe eine Post-Quantum-Strategie – mit einem möglichst pragmatischen und modularen Ansatz.

Ein alltägliches Szenario: Ein Industriebetrieb nimmt eine neue Fertigungsstraße in Betrieb. Geplante Laufzeit: zwanzig Jahre. Als Produktionsanlagen noch physisch isoliert betrieben wurden, war ihr langer Lebenszyklus aus Sicherheitsperspektive kein Problem. Doch in der Industrie 4.0 sind Anlagen vernetzt. Maschinen kommunizieren über IP-Protokolle mit Steuerungssystemen, Cloud-Diensten und Lieferkettenplattformen. Die Datenverbindungen sind abgesichert durch bewährte kryptographische Verfahren. Doch genau diese Verfahren können nicht länger als sicher gelten, sobald leistungsfähige Quantencomputer verbreitet im Einsatz sind.