Künstliche Intelligenz Pflege-Roboter: Sinnvolle Technologie ohne sinnvolles Beschaffungskonzept
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Warum Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser künftig nicht ohne Hilfe durch Künstliche Intelligenz auskommen werden – und dabei auf Outsourcing angewiesen sind.
Jeder würde gerne ohne sie auskommen – und trotzdem werden wir sie brauchen. So lässt sich der Stand der Diskussion rund um die sogenannte ePflege zusammenfassen. Tatsächlich fehlen schon heute die Arbeitskräfte, um den Bedarf an Pflege zu decken. Ohne Unterstützung durch digitale Technologien wird der Fachkräftemangel die Pflegesituation weiter verschärfen. Ein Beispiel dafür liefert die Stadt München: 2018 konnten in städtischen Pflegeeinrichtungen laut „Marktbericht Pflege“ 291 vorhandene Pflegeplätze nicht belegt werden – weil dafür das Personal fehlte. Schätzungen zufolge werden in Deutschland 2030 rund 500.000 Pflegekräfte fehlen.
Was mit dem Schlagwort ePflege allerdings konkret gemeint ist, ist nicht eindeutig definiert. Zählt auch die Pflegebrille dazu, die pflegerische Arbeitsprozesse durch das Abrufen visueller Patientendaten erleichtern soll, damit die Pflegenden die Hände frei haben? Oder autonom fahrende Transportsysteme in Pflegeheimen, also automatisierte Betten? Letzteres ist im Klinikbetrieb bereits erprobt und eingeführt, digitale Assistenzsysteme stehen vor der Inbetriebsetzung. Anders sieht es bei den öffentlichkeitswirksamen Robotersystemen aus. Sie verkörpern geradezu die Vision, menschliche Pflege durch intelligente Automation zu ersetzen – zumindest zunächst teilweise und wo Routineaufgaben zu erledigen sind.
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